A. Monforts Textilmaschinen GmbH & Co. KG

Fred Vohsdahl: In 50 Jahren um die Welt

Diese Zahl schafft so gut wie keiner: Fred Vohsdahl feierte jetzt bei A. Monforts Textilmaschinen GmbH sein 50-jähriges Dienstjubiläum. Der Leiter des unternehmenseigenen Technologiezentrums hatte aber wenig Zeit zum Feiern: Nach der Ehrung durch Prokurist Klaus A. Heinrichs brach der 64-Jährige direkt zum Kundentermin nach Frankreich auf. Wenn „Knowhow“ gefragt ist, ist Fred Vohsdahl eben auch heute noch direkt zur Stelle!

Als Fred Vohsdahl am 28. August 1967 mit 14 Jahren seine Ausbildung bei Monforts begann, war die Welt noch eine andere. „Computer, Tablets, Smartphones, Whatsapp – gab es alles nicht“, erinnert sich der Jubilar. Besonders auf Dienstreisen machte sich diese analoge Welt bemerkbar: „Wenn man Glück hatte, konnte man kurz telefonieren. War aber richtig teuer.“ Ein Telex war die Alternative. Oder der gute alte Brief. Zeit genug war vorhanden, denn auf Montage war Vohsdahl mitunter drei Monate am Stück unterwegs. Es gab Jahre, wo er höchstens drei Monate im eigenen Land weilte. „Dafür habe ich die Welt gesehen und echte Abenteuer erlebt“, betont der Globetrotter. Um Kundentermine wahrzunehmen, ging es durch Dschungel und Wüste. Ein Abenteuer erlebte der Jubilar im abergläubischen Madagaskar. „Als wir Karneval gefeiert haben, hat uns die Polizei verhaftet. Sie hat geglaubt, wir wären verrückt geworden.“

Eine seiner ersten Dienstreisen führte den 64-Jährigen nach Amerika. Englischunterricht gab es in der Volksschule nicht. „Ich habe mich mit Händen und Füßen verständlich gemacht.“ Nach drei Monaten hatte er sprachlich keine Probleme mehr. Spanisch brachte er sich in Südamerika bei. Beeindruckt war Vohsdahl immer wieder über den Bekanntheitsgrad der Firma: „Der Name Monforts ist weltweit ein Begriff. Wenn ich irgendwo auf der Welt ans Pförtnerhäuschen kam, wurde ich mit Hochachtung empfangen. Diese Wertschätzung hat mich schon stolz gemacht.“ Eigentlich gibt es nur ein Land, das in Vohsdahls’ Liste noch fehlt: Japan! „Die haben leider in unserem Bereich der Veredlungsmaschinen kaum Mitarbeiter“, so der Monforts-Mitarbeiter.

Als Vohsdahl vor 17 Jahren am damaligen Stammsitz an der Schwalmstraße die Chance erhielt, die Leitung des dortigen Technikums zu übernehmen, wurde der Globetrotter seßhaft. „Damit begann quasi die zweite Arbeitsphase meines Lebens.“ Zusammen mit den Cheftechnologen Kurt van Wersch und Thomas Päffgen lernte er den Textilmaschinenbau von einer ganz anderen Seite kennen. „Wir haben spannende Versuche durchgeführt. Ich habe mehr über textile Technologien erfahren.“

Als „Troubleshooter“ blieb Vohsdahl aber nach wie vor ein gern gesehener Gast bei Monforts-Kunden. „Mit seinem Knowhow kann er Kunden auch heute noch begeistern. Wer verfügt schon über so einen Erfahrungsschatz?“, sagt Klaus A. Heinrichs, der Vohsdahl zum Jubiläum eine Tageszeitung vom 28. August 1967 überreichte und eine alte Betriebsordnung. Auch für Personalleiter Wilm Scharlemann war es eine ungewöhnliche Ehrung: „50 Jahre sind kaum zu schaffen. Die Ausbildung beginnt heute später, der Einstieg ins Unternehmen auch. Und auch die lange Betriebszugehörigkeit ist heute selten geworden.“ Bei Monforts übrigens nicht. „Das 25-jährige Dienstjubiläum feiern wir des öfteren“, fügt der Personalleiter hinzu. Heinrichs kann das nur bestätigen: „25 Jahre habe ich auch geschafft. Aber 50 Jahre schaffe ich nicht mehr!“

Über Monforts

Die A. Monforts Textilmaschinen GmbH & Co. KG produziert Kontinue-Färbeanlagen und Anlagen zur Veredlung und Beschichtung von Web- und Maschenwaren. Monforts ist ein führender Anbieter auf dem Weltmarkt. Monforts beschäftigt 90 Mitarbeiter am Standort Mönchengladbach und weltweit annähernd 900 Mitarbeiter. Monforts-Eigentümer ist die chinesische Gruppe Fong’s Industries.

Bild 1 Monforts (Fred Vohsdahl mit Wilm Scharlemann)

Fred Vohsdahl mit Wilm Scharlemann

Bild Fred Vohsdahl mit Klaus A. Heinrichs

Fred Vohsdahl mit Klaus A. Heinrichs

Neuer Industriemeisterkurs startet im September

Planspiel „MasterGame“ integriert

Ende September/Anfang Oktober startet das Bildungswerk der Unternehmerschaft in Kooperation mit dem AV Ausbildungsverbund Mönchengladbach einen neuen Industriemeisterkurs mit den Fachrichtungen Metall und Elektrotechnik. In den Lehrwerkstätten des Ausbildungsverbundes qualifizieren sich die Teilnehmer alle 14 Tage jeweils montags bis donnerstags von 17.00 bis 20.00 Uhr für Fach-, Organisations- und Führungsaufgaben in der Industrie. Der Lehrgang hat eine Dauer von ca. 36 Monaten.

Der Industriemeister übernimmt heute zunehmend die Rolle eines operativen Managers in der Produktion. Die Kursteilnehmer lernen unter anderem Planungs-, Steuerungs- und Kommunikationssysteme kennen und erhalten dezidierte Einblicke in den Arbeits-, Umwelt- und Gesundheitsschutz. Personalführung und -entwicklung sowie das Qualitätsmanagement sind weitere Aspekte, die in den Räumlichkeiten des Ausbildungsverbundes im SMS Businesspark intensiv geschult werden.

Erneut wird die Industriemeisterausbildung mit dem spannenden Unternehmensplanspiel „MasterGame“ verknüpft. In diesem Planspiel hat jeder Teilnehmer als Teil einer Gruppe die Aufgabe, ein Produkt herzustellen und im Wettbewerb untereinander Gewinne zu erzielen. Anhand eines computersimulierten Wirtschaftssystems werden sechs Geschäftsjahre durchgespielt. Spielerisch werden so die Wissensinhalte der Industriemeisterausbildung anschaulich und praktisch vermittelt.

Der Abschluss erfolgt vor der Industrie- und Handelskammer (IHK) nach der gültigen Verordnung. Kurzentschlossene, die noch einsteigen möchten, können sich bei Herrn Dipl.-Ing. Holger Baunach, Bildungswerk der Unternehmerschaft, unter Telefon: 02161/9 26 89 16 oder per Mail unter baunach@ume-mg.de melden. Er steht auch für weitere Fragen zur Verfügung.

Nachwuchs kann die Ausbildungswerkstatt kennenlernen

Tag der Ausbildung bei Scheidt & Bachmann

Das mehrfach ausgezeichnete Ausbildungsunternehmen Scheidt & Bachmann lädt am Samstag, 9. September, von 9 bis 14 Uhr zum Tag der Ausbildung in die Ausbildungswerkstatt ein. Schülerinnen und Schüler, Lehrer der Klassen neun bis zwölf sowie Eltern und weitere Interessierte erfahren im S&B-Ausbildungszentrum an der Breite Straße 132 mehr zu Ausbildungsberufen und Dualstudiengängen, unter anderem in der Metall- und Elektroindustrie.

An Infoständen und an den Arbeitsplätzen der Auszubildenden werden Ausbildungsinhalte, Abschlüsse und mögliche Zukunftsperspektiven dezidiert vorgestellt. Die Azubis stehen für Fragen zur Verfügung und informieren über ihre Erfahrungen als Auszubildende oder Dualstudenten bei Scheidt & Bachmann. Die Ausbilder geben einen Überblick über Ausbildungs- und Studienangebote in einer stark wachsenden Branche, die für den Nachwuchs exzellente Zukunftsperspektiven bietet. Scheidt & Bachmann bietet darüber hinaus im Rahmen dieser Veranstaltung auch einen Bewerbungsmappen-Check an. Personalverantwortliche geben wertvolle Tipps zu mitgebrachten Bewerbungsunterlagen.

Für Verpflegung ist gesorgt, der Eintritt ist frei. Zur besseren Planung ist eine Online-Voranmeldung unter tda.scheidt-bachmann.de erwünscht, aber auch Kurzentschlossene sind ebenso willkommen.

Über Scheidt & Bachmann

Seit der Gründung im Jahre 1872 hat sich Scheidt & Bachmann zu einem namhaften Global Player entwi-ckelt. Derzeit in fünfter Generation geführt, setzt Scheidt & Bachmann mit rund 3.000 Mitarbeitern in den vier Geschäftsbereichen Systeme für Parkhaus- und Freizeitanlagen, Signaltechnik, Fahrgeldmanagement und Tankstellen weltweit gültige Standards. Eine Grundlage hierfür ist die hochwertige Personalaus- und -weiterbildung.

Rückblick der Veranstaltung der Friedrich-Naumann-Stiftung in Kooperation mit der Unternehmerschaft

„Wer viel zahlt, bekommt auch viel!“

Wie zukunftsfest sind die sozialen Sicherungssysteme und wie sieht der Arbeitsmarkt der Zukunft aus? In Kooperation mit der Unternehmerschaft der Metall- und Elektroindustrie zu Mönchengladbach e.V. (UME) und der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) lud die Friedrich-Naumann-Stiftung für Freiheit zu einer Vortragsveranstaltung mit anschließender Diskussionsrunde ins Haus Erholung ein. Wie mit der demografischen Herausforderung umzugehen ist, stellte Deutschlands „Renten-Papst“ Prof. Dr. Bernd Raffelhüschen, Professor für Finanzwissenschaft und Direktor des Forschungszentrums Generationsverträge an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, in einem launischen Impulsvortrag bewusst provokativ vor.  

In seiner Begrüßungsrede machte zunächst Albrecht Driescher, Vorsitzender der Unternehmerschaft der Metall- und Elektroindustrie deutlich, wie sich der Arbeitsmarkt der Zukunft verändern wird. Im Jahr 2030 wird die Zahl der Erwerbstätigen um sechs Millionen sinken. Schon jetzt sind rund 237.000 Stellen in der Metall- und Elektroindustrie unbesetzt. Raffelhüschen ist bekannt für seine wenig zimperliche Art und schob den „Grau-Melierten“ in seinem Vortrag gleich den „Schwarzen Peter“ zu: „Sie sind schuld! Sie haben zu wenig Kinder in die Welt gesetzt. Und selbst wenn sie jetzt nach Hause gehen und Kinder zeugen würden, würden sie das nicht verändern können.“

Denn Fakt ist: Die Gesellschaft altert rapide. Während auf der einen Seite immer weniger Erwerbstätige in die Rente einzahlen, vergrößert sich die Anzahl der Rentner unaufhaltsam. Wer in den 60er Jahren in Rente gegangen sei, habe gut 45 Jahre eingezahlt und 10 Jahre davon gelebt, so der Professor aus Freiburg. Heute leben Rentner durchschnittlich 20 Jahre von ihren Bezügen und hätten vielleicht maximal 40 Jahre eingezahlt. Um das Rentensystem sorgt sich Raffelhüschen allerdings nicht. „Das ist leistungsgerecht. Wer viel zahlt, bekommt auch viel.“ Keine Option sei die Anhebung der Rentenbeiträge, da die nachfolgende Generation ohnehin schon stärkeren Belastungen ausgesetzt ist, so der Gastredner. Wohl aber die Anhebung des Renteneintrittsalters! „Andere Länder sind da weiter. In Norwegen liegt das Eintrittsalter bei 70 Jahren. Völlig fatal war übrigens die Entscheidung von Andrea Nahles, die Rente auf 63 Jahren zu senken“, kritisiert der Wissenschaftler.

Dass die zunehmende Migration den Demografiewandel abfedern könne, glauben weder Raffelhüschen noch Prof. Dr. Tilman Mayer, Vorsitzender der Gesellschaft für Deutschlandforschung und von 2010 bis 2016 Präsident der Deutschen Gesellschaft für Demographie, die zusammen mit Otto Fricke, Mitglied des Bundesvorstandes der FDP und Experte für Haushaltspolitik, bei der anschließenden Podiumsdiskussion ins Detail gingen. Für Raffelhüschen und Mayer vergrößert sich sogar das Problem, weil viele „Gering- oder Gar nicht-Qualifizierte“ nach Deutschland kommen und Transferleistungen beziehen, obwohl sie so gut wie gar nicht oder nie in das System eingezahlt hätten.

Die größten Baustellen sieht Raffelhüschen bei der Gesundheit und Pflege. Er vertritt einen klaren Standpunkt: „Die Gemeinschaft kann hier nicht mehr alle Leistungen finanzieren. Wer kann, muss selbst dazu beitragen.“ Desweiteren plädiert der „Renten-Papst“ für eine Entkoppelung der Gesundheitskosten vom Lohn. Bei der Pflege bringt der Wissenschaftler eine Karenzzeit ins Spiel. Das erste Jahr lang sollen Pflegebedürftige für die Kosten aufkommen. Nur bei Härtefällen würde die Gemeinschaft einspringen. „Das hat vor der Einführung der Pflegeversicherung im Jahr 1995 ja auch geklappt. Anders geht es nicht.“ Raffelhüschen präsentierte auch weitere Lösungen, um die Sozialsysteme anzupassen: die Einführung von lohnunabhängigen und sozial abgefederten Gesundheitsprämien sowie einen Selbstbehalt für ambulante Leistungen.

Moderiert wurde die Veranstaltung von n-tv-Moderatorin Bianca Thomas. Im Rahmen der Veranstaltung gab es außerdem die Möglichkeit, einen ironischen Blick auf die Karikaturenausstellung „Sieben Jahrzehnte Soziale Marktwirtschaft“ zu werfen, in der 31 Karikaturisten 70 gezeichnete Schlaglichter zur Sozialen Marktwirtschaft zur Schau stellen.

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Veranstaltung der Friedrich-Naumann-Stiftung in Kooperation mit der Unternehmerschaft

Die demografische Herausforderung

Ob Rente, Pflege oder Arbeitsmarkt – die demografische Entwicklung stellt die Gesellschaft vor gewaltige Herausforderungen. Wie zukunftsfest sind die sozialen Sicherungssysteme und wie sieht der Arbeitsmarkt der Zukunft aus? In Kooperation mit der Unternehmerschaft der Metall- und Elektroindustrie zu Mönchengladbach e.V. (UME) und der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) lädt die Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit am Dienstag, 11. Juli, um 18 Uhr zu einer Vortragsveranstaltung mit anschließender Diskussionsrunde ins Haus Erholung ein. Prof. Dr. Bernd Raffelhüschen, Professor für Finanzwissenschaft und Direktor des Forschungszentrums Generationsverträge an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, wird die demografische Herausforderung vorstellen und Antworten geben.

Vertieft wird das Thema bei der anschließenden Diskussionsrunde mit Prof. Dr. Tilman Mayer, Vorsitzender der Gesellschaft für Deutschlandforschung (GfD) und von 2010 bis 2016 Präsident der Deutschen Gesellschaft für Demographie, und Otto Fricke, Mitglied des Bundesvorstandes der FDP und Experte für Haushaltspolitik. Es moderiert die n-tv-Moderatorin Bianca Thomas. Das Grußwort spricht der UME-Vorsitzende Dipl.-Ing Albrecht Driescher.

Im Rahmen der Veranstaltung wird es auch die Möglichkeit geben, einen ironischen Blick auf die Karikaturenausstellung „Sieben Jahrzehnte Soziale Marktwirtschaft“ zu werfen, in der 31 Karikaturisten 70 gezeichnete Schlaglichter zur Sozialen Marktwirtschaft zur Schau stellen.

Anmeldungen zur kostenfreien Veranstaltung nimmt die Friedrich-Naumann-Stiftung per Mail unter service@freiheit.org oder telefonisch unter 0 30/22 01 26 34 entgegen.

 

HINWEIS AN DIE PRESSE:

Zur Berichterstattung – gerne auch mit Fotografen – laden wir Sie recht herzlich ein. Auf Anfrage stehen die Referenten für Interviews gerne zur Verfügung.  Ein detailliertes Programm finden Sie unter: https://shop.freiheit.org/#!/Veranstaltung/AD259.

Stephan Pullich mit UME-MG-Preis ausgezeichnet

Praxisbezogene Abschlussarbeit bei Scheidt & Bachmann

Einmal im Jahr zeichnet die Unternehmerschaft der Metall- und Elektroindustrie zu Mönchengladbach e.V. (UME) Absolventinnen und Absolventen aus, die in ihrer Bachelor- oder Masterarbeit hervorragende praxisgerechte Leistungen erbracht haben. Im Rahmen der Mitgliederversammlung wurde in diesem Jahr Stephan Pullich mit dem UME-MG-Preis ausgezeichnet. Die Bachelorarbeit mit dem Thema „Entwicklung einer domänenspezifischen Sprache zur Beschreibung von Relaisschaltungen“ schrieb der 24-Jährige Student der Hochschule Niederrhein bei Scheidt & Bachmann.

Mit der Eisenbahn hat Stephan Pullich nie gespielt und Eisenbahn fahren ist auch nicht so sein Ding, aber wenn es um die Signal- und Sicherheitstechnik der Bahn geht, ist der jetzige Masterstudent der Hochschule Niederrhein Feuer und Flamme. „Das finde ich faszinierend. Insofern habe ich bei Scheidt & Bachmann ein tolles Betätigungsfeld gefunden“, so der Preisträger, der den Systemdienstleister damals bei seiner Internetrecherche erstmals entdeckte. „Ich hatte explizit ein Unternehmen für ein Duales Studium in Verbindung mit Elektrotechnik gesucht und einen Umkreis von 100 Kilometern festgelegt“, erinnert sich Pullich, der 2012 die Duale Ausbildung bei S & B begann. Scheidt & Bachmann hat fünf Geschäftsbereiche und stellt Systeme für Parkhausanlagen, Freizeitanlagen, Fahrgeldmanagement, Tankstellen und eben Signaltechnik her. Dieser Bereich bietet von der Stellwerkstechnik über die Bahnübergangs- bis hin zur Betriebsleittechnik ein breites Portfolio an. Zusammen mit dem Betreuer seiner Bachelorarbeit, Herrn Prof. Dr. Jens Brandt, entschied sich Pullich letztendlich für die Relaisschaltungen. Seine Erkenntnisse fließen jetzt in die Produktion mit ein. Und wenn alles nach Plan weiterläuft, wird auch die Masterarbeit beim Systemdienstleister geschrieben. Der jetzige Masterstudent hat bei S&B einen Vertrag als Werksstudent erhalten. „Das Unternehmen ist ein toller Arbeitgeber. Ich kann mir gut vorstellen, auch nach dem Studium hier weiter zu arbeiten.“

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Anhängendes Bild:

  • Albrecht Driescher (UME-Vorsitzender), Preisträger Stephan Pullich und Prof. Dr. Jens Brandt.

UME-Mitgliederversammlung

Die Arbeitswelt der Zukunft ist flexibel

Wie sieht die Arbeit der Zukunft aus? Und wie müssen Arbeitszeitmodelle angepasst werden, damit die Metall- und Elektroindustrie auch zukünftig wettbewerbsfähig bleibt? Nicht nur Cornelia Daheim, Gründerin und Inhaberin von Future Impacts Consulting und Expertin für arbeitsplatzbezogene strategische Prozesse der Technologieentwicklung, referierte als Gastrednerin bei der Mitgliederversammlung der Unternehmerschaft der Metall- und Elektroindustrie zu Mönchengladbach e.V. (UME) über eine sich verändernde Arbeitswelt. Auch der UME-Vorsitzende Albrecht Driescher mahnte in seiner Rede flexiblere Arbeitszeitmodelle an.  

Fakt ist: Bis zum Jahre 2030 wird die Zahl der Personen im erwerbsfähigen Alter in Deutschland um sechs Millionen sinken. Der Demografiewandel macht sich immer stärker bemerkbar, der Fachkräftemangel nimmt zu. „Allein in den MINT-Berufen fehlen nach einer aktuellen Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft zurzeit bereits 237.000 Beschäftigte. Dadurch lässt die Innovationskraft zwangsläufig nach. Die Produktivität stagniert und die Finanzierbarkeit der sozialen Sicherung steht zunehmend in Frage“, attestierte Driescher. Der Vorsitzende des regionalen Arbeitgeberverbandes kündigt eine breite Arbeitszeitdebatte an, die von der Arbeitszeitkampagne der IG Metall begleitet werde. Die Arbeitszeitsouveränität für die Mitarbeiter müsse durch eine zusätzliche Flexibilität für die Unternehmen begleitet werden, so Driescher. Befristete Einstellungen, Werkverträge oder Leiharbeit sowie eine Arbeitszeitordnung, die vielleicht noch vor 25 Jahren ihre Berechtigung gehabt hätte, habe mit der heutigen und künftigen Arbeitswelt nichts mehr zu tun. „Wenn Teams vernetzt zusammenarbeiten, über große Distanzen und verschiedene Zeitzonen hinweg, erfordert dies ein hohes Maß an Flexibilität und Selbstorganisation. Insbesondere unsere Arbeitszeitgesetzgebung muss diesem Wandel Rechnung tragen.“ So passe die täglich zusammenhängende elfstündige Mindestruhezeit nicht in die heutige Arbeitswelt. Sie torpediere darüber hinaus auch die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben, wenn Beschäftigte zum Beispiel vormittags noch ihre Kinder zum Kindergarten bringen oder am frühen Nachmittag wieder abholen wollen. „Die zur Verfügung stehende Gesamtarbeitszeit muss flexibler und bedarfsgerechter eingesetzt werden können.“

Desweiteren fordert Driescher neben besseren Regeln für eine qualifizierte Zuwanderung mehr MINT-Bildung im Bildungssystem ein. „Keine Investition bringt mehr Rendite wie die Investition in Bildung“, so der Unternehmer. Mit einer Vielzahl an Bildungsangeboten geht die Unternehmerschaft mit gutem Beispiel voran.  Dazu gehört das Engagement für die Berufsorientierung mit Unterstützung des hochmodernen M+E Info-Trucks, der vom 26. bis zum 30. Juni erneut im SMS Businesspark Station macht. Zusammen mit der MGconnect-Stifung wurde außerdem die Woche der Metall- und Elektroindustrie mit Berufsparcours und Businesstagen ausgerichtet. Das soll im kommenden Jahr wiederholt werden.

Cornelia Daheim präzisierte die Ausführungen einer sich verändernden Arbeitswelt. Neben einer zunehmenden Automatisierung rücken neue Organisations- und flexible Arbeitszeitmodelle verstärkt in den Fokus. Die Arbeit der Zukunft werde entgrenzt in Zeit, Raum und Inhalt sowie flexibel und mobil sein, so die Expertin. „Jeder kann jederzeit und überall arbeiten. Die klassischen Beschränkungen, die es einmal gab, werden wegfallen.“ Neue Kommunikationsstrukturen, selbstgesteuerte Teams und neue Formen der Führung werden die Arbeitswelt in den nächsten vierzig Jahren massiv verändern.

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A. Monforts Textilmaschinen GmbH & Co. KG

Die „Visualisierung“ begeistert Nachwuchs-Ingenieure

Einmal im Jahr führt Prof. Dr. Klaus Kiene, Professor an der Technische Hochschule Bingen, seine Studentinnen und Studenten in die Produktionsbetriebe zum Praxisunterricht. Jetzt machten 38 angehende Ingenieure auch im Monforts-Technikum halt. Bei der A. Monforts Textilmaschinen GmbH & Co. GmbH war der Nachwuchs vom hohen Grad der „Visualisierung“ begeistert. „Da hinkt der klassische Maschinenbau etwas hinterher“, so Kiene.

Wie funktionieren Kontinue-Färbeanlagen? Was macht ein Spannrahmen und welche Technologie steckt dahinter? Im Advanced Technology Center (ATC) mit seinen drei voll funktionsfähigen Anlagen zum Färben, Ausrüsten und Beschichten von Textilien nahmen die angehenden Maschinenbau- und Wirtschaftsingenieure aus dem vierten und sechsten Fachsemester die Produktionsanlagen genau unter die Lupe. „Wir sind keine Textilmaschinenspezialisten, aber die Mechanik und Steuerung der Maschinen unterscheidet sich kaum vom klassischen Maschinenbau. Es sind die gleichen komplexen und hochdynamischen Abläufe“, betont Kiene, der seine Studierenden immer wieder dazu animiert, über den Tellerrand zu schauen und möglichst viele Produktionsbetriebe kennenzulernen. Begeistert war der Professor allerdings von der Kommunikation innerhalb der Maschinensteuerung. „Die Art und Weise, wie Monforts die Maschinen vernetzt und damit ganz im Sinne der Industrie 4.0 die Produktion mit moderner Informations- und Kommunikationstechnik verzahnt hat, hat viele Studierende und auch mich beeindruckt. Da ist Monforts weiter als viele andere“, so der Experte. Gefunden hat Kiene das Unternehmen im Internet. „Ich habe einen Textilmaschinenbauer gesucht, der weltweit führend ist und technologisch Maßstäbe setzen kann. Was ich im Web gefunden habe, hat sich bei unserem Besuch bestätigt!“

Auf einen Blick
Die A. Monforts Textilmaschinen GmbH & Co. KG produziert Kontinue-Färbeanlagen und Anlagen zur Veredlung und Beschichtung von Web- und Maschenwaren. Monforts ist ein führender Anbieter auf dem Weltmarkt. Monforts beschäftigt 90 Mitarbeiter am Standort Mönchengladbach und weltweit annähernd 900 Mitarbeiter. Monforts-Eigentümer ist die chinesische Gruppe Fong’s Industries.

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Im Bild
Die Besuchergruppe aus der TH Bingen im Advanced Technology Center.

 

Effertz Tore GmbH

Heute schon fit für Europa:
der Feuerschutzvorhang Fibreflam Iso 6

Die Effertz Tore GmbH stellte kürzlich den ersten patentierten Feuerschutzvorhang Fibreflam Iso 6 vor, der mit seiner Leistungserklärung und CE-Kennzeichnung schon jetzt die europäischen Produktnormen für Tore und Brandschutzabschlüsse erfüllt, die nach einer dreijährigen Übergangsfrist ab November 2019 für alle Hersteller verbindlich sind.
Dieser isolierende Feuerschutz-Vorhang erfüllt sowohl alle einschlägigen normativen Vorgaben für Tore als auch die spezifischen Brandschutzanforderungen. Er hält bei einem Brand mindestens eine Stunde nicht nur den Flammen stand, sondern begrenzt auch die Temperaturerhöhung auf der Oberfläche (im Mittel 140°C). Dadurch verhindert er sicher die Ausbreitung eines Brandes auch ohne teure Besprinklerung. Außerdem hat Fibreflam Iso 6 seine Robustheit unter Beweis gestellt, indem er einen genormten Dauerfunktionstest mit 10.000 Öffnungs- und Schließzyklen absolviert hat.
Die Neuentwicklung zeichnet sich durch ihre Isolierwirkung, Robustheit und dem niedrigen Gewicht bei geringem Platzbedarf aus. Der aufrollbare Textilpanzer dehnt sich dank eines aufschäumenden Materials im Inneren bei Feuer aus. Im kalten Zustand beträgt die Dicke des Vorhangs nur 20 Millimeter, bei Feuer kommt er auf 70 Millimeter. Das genügt, um einer Temperatur von über 900 Grad Celsius zu trotzen. „Da dieser Feuerschutzvorhang schon jetzt die ab November 2019 verbindlichen europäischen Anforderungen erfüllt, kann er schon heute in ganz Europa eingesetzt werden. Das garantiert uns einen Wettbewerbsvorsprung“, betont Effertz-Geschäftsführer Dr. Ing. Claus Schwenzer. Schon in den 1970er Jahren war das Unternehmen als erster Hersteller von Feuerschutzrolltoren mit einer Zulassung ein Trendsetter in diesem Bereich.
Der Feuerschutzvorhang Iso 3, ein Vorgängermodell, wurde mit seiner 30-minütigen Feuerwiderstandsfähigkeit 2014 mit dem Forschungs- und Innovationspreis der IHK Mittlerer Niederrhein ausgezeichnet und ist nach wie vor der einzige Vorhang seiner Art mit einer allgemeinen bauaufsichtlichen Zulassung des Deutschen Instituts für Bautechnik (DIBt).

Info
Gegründet 1880, beschäftigt sich das Familienunternehmen Effertz Tore aus Mönchengladbach seit mehr als 70 Jahren mit der Entwicklung und Produktion von Toren für den baulichen Brandschutz. Anfang der 1970er Jahre brachte Effertz als erstes Unternehmen die bauaufsichtlich zugelassenen Feuerschutz-Rolltore auf den Markt. Später Rauchschutz-, Schallschutz- und Sondertore sowie Feuerschutz- und Rauchschutz-Vorhänge hinzu. Effertz liefert heute Tore von gigantischen Ausmaßen (20 m breit, 14 m hoch) und kam damit schon 1981 in das Guinness-Buch der Rekorde. Für die 30-Minuten-Version des hier beschriebenen Feuerschutzvorhangs verlieh die IHK Mittlerer Niederrhein im Jahr 2014 Effertz ihren Forschungs- und Innovationspreis.

Bild Effertz GmbH der Feuerschutzvorhang Fibreflam Iso 6

Bei Rückfragen:
Effertz Tore GmbH
Am Gerstacker 190, 41238 Mönchengladbach
Ansprechpartner: Thorsten Rohde
Telefon 02166 261-126
thorsten.rohde@effertz.de
www.effertz.de

Techtextil / Texprocess 2017

Monforts und Trützschler: Anlagen für
High-Tech-Textilien und neue Sicherheitsstandards

Die am Freitag in Frankfurt zu Ende gegangene Techtextil / Texprocess zeigte als internationale Leitmesse für Technische Textilien und Vliesstoffe das gesamte Spektrum der Einsatzmöglichkeiten textiler Technologien. Und die Branche für High-Tech-Textilien boomt: Von der Automobilindustrie bis hin zu Architektur, Medizin, Mode und Sport werden technische Textilien in den unterschiedlichsten Branchen immer stärker nachgefragt. Das spiegelte sich auch auf der Messe wider: Die Anzahl der Aussteller stieg mit insgesamt 1.477 (2015: 1.389) noch einmal deutlich an. Mit dabei waren auch die Mönchengladbacher Textilmaschinenbauer A. Monforts Textilmaschinen und Trützschler.

Technische Textilien und beschichtete Textilien stellen hohe Anforderungen an die Flexibilität des Herstellers. Daher muss auch die Textilmaschine genau an diese Bedürfnisse flexibel angepasst werden. Monforts präsentierte auf der Messe maßgeschneiderte Lösungen aus einer Hand. Das Unternehmen zeigte unterschiedliche Beschichtungs- und Drucksysteme, mit denen beispielsweise Outdoor-Bekleidung oder Beschichtungsmaterialien für die Automobil- sowie Luft- und Raumfahrtindustrie veredelt und/oder funktionalisiert werden können. Darüber hinaus wurde der weltweit bekannte Original-Montex Spannrahmen auf die aktuellen Bedürfnisse in der Veredlung angepasst: moderner, vielseitiger, flexibler, noch umweltverträglicher. Neue Features machen den Trockner jetzt noch universeller einsetzbar und noch bedienungsfreundlicher. Mit der aktuellen Systemtechnik „Monforts Coating Solutions“ kann eine Spannrahmenanlage jetzt auch nachträglich mit einem Beschichtungsmodul kombiniert und erweitert werden.

Vliesstoffanlagen: Neuer Sicherheitsstandard

Bei Trützschler standen die Vliesstoffanlagen von Trützschler Nonwovens im Mittelpunkt. Voith Paper und Trützschler Nonwovens bieten Gesamtanlagen für verschiedene nassgelegte Vliesstoffe an. Bekanntestes Beispiel sind sog. „Flushable Wipes“, also Reinigungstücher, die in der Toilette entsorgt werden können, da sie in bewegtem Wasser zu Einzelfasern zerfallen. Beide Unternehmen haben nun auf der Techtextil einen neuen Sicherheitsstandard vorgestellt, der Produzenten von Vliesstoffen einen sicheren und zuverlässigen Betrieb ihrer Maschinen ermöglicht. Der Sicherheitsstandard ist bereits bei der Internationalen Organisation für Normung (ISO) als Grundlage für die Entwicklung eines internationalen Standards eingebracht worden, um so eine höhere Gewichtung auf globaler Ebene zu erhalten.

Monforts und Trützschler auf der MG ZIEHT AN

Beide Unternehmen stellen auch am kommenden Donnerstag und Freitag, 18. und 19. Mai, auf der MG ZIEHT AN aus. Die größte textile Recruitingmesse in Deutschland findet auf dem Campus des Fachbereichs Textil- und Bekleidungstechnik der Hochschule Niederrhein in Mönchengladbach statt. Gezielt können die Aussteller hier auf Studierende sowie Schülerinnen und Schüler zugehen und so auf Karrieremöglichkeiten im Unternehmen hinweisen. Darüber hinaus ist Trützschler auch Gastgeber des diesjährigen „Pre-Openings“ für geladene Gäste. Im Trützschler-Technikum diskutieren am Abend vor der MG ZIEHT AN unter anderem Ingeborg Neumann, Präsidentin des Gesamtverbandes textil + mode, sowie Rolf A. Königs, Präsident des Verbandes der Rheinischen Textil- und Bekleidungsindustrie, mit Professoren der Hochschule über die Zukunft der Textil- und Bekleidungsindustrie.

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Bilder

  • Bilder vom Trützschler- und Monforts-Stand