Bestenehrung der Unternehmerschaft

47 Auszubildende aus acht Unternehmen geehrt

Bereits zum 27. Mal hat die Unternehmerschaft der Metall- und Elektroindustrie (UME) die erfolgreichsten Prüfungsteilnehmer des letzten Jahres und deren Ausbilder zur Bestenehrung in die Räume der Unternehmerschaft geladen. Insgesamt 47 Auszubildende aus acht Unternehmen der Metall- und Elektroindustrie haben in diesem Jahr ihre Ausbildung mit mindestens einer sehr guten Prüfungsnote im theoretischen oder praktischen Teil abgeschlossen. Sie kommen aus den Firmen Robert Bosch Packaging Technology GmbH, Fritz Driescher KG, Wegberg, Dr. Hahn GmbH & Co. KG, Scheidt & Bachmann GmbH, SMS group GmbH, Telefonbau Arthur Schwabe GmbH & Co. KG, Trützschler GmbH & Co. KG und Vanderlande Industries GmbH.

Die Metall- und Elektroindustrie ist Deutschlands größte Lehrwerkstatt. „Unsere Unternehmen bilden in einer Vielzahl von Ausbildungsberufen aus, die interessant, modern und zukunftssicher sind. Das sind hauptsächlich Metallberufe, Metall erzeugende Berufe, Elektroberufe und Berufe der Informations- und Telekommunikationstechnik“, betonte der UME-Vorsitzende Albrecht Driescher in seiner Rede und forderte die Anwesenden gleich auf, sich mit dem erworbenen Ausbildungs- und Wissensstand nicht zufrieden zu geben. „Man kann sich nicht mehr auf dem erworbenen Ausbildungs- und Wissensstand und auf seinen sauer verdienten Lorbeeren ausruhen. Nur die ständige Anpassung an den technischen Fortschritt garantiert den Arbeitsplatz heute und sichert den Arbeitsplatz morgen. Lebenslanges Lernen tut Not.“

Als Geschenk überreichte Driescher den ehemaligen Azubis neben einer Urkunde den „großen Roman der Mathematik“, der anschaulich und unterhaltsam die Geschichte der Mathematik beschreibt.

 

Gruppenbild mit 29 Azubis aus acht Mitgliedsbetrieben und dem UME-Vorsitzenden Albrecht Driescher (hinten im Bild).

Auf einen Blick

Die Unternehmerschaft der Metall- und Elektroindustrie zu Mönchengladbach e.V. als regionaler Arbeitgeberverband hat fast 60 Mitgliedsfirmen mit annähernd 13.000 Beschäftigten. Als Arbeitgeberverband kümmert sich die Unternehmerschaft um die arbeits- und sozialrechtliche Beratung und Vertretung der Mitgliedsfirmen, den Abschluss und die Auslegung von Tarifverträgen, die Arbeitszeit- und Entgeltgestaltung, die Öffentlichkeitsarbeit und eben auch um das Ausbildungswesen.

ITMA ASIA mit Monforts und Trützschler

Digitale Neuentwicklungen für den asiatischen Markt

Die Zukunft ist digital – auch im Textilmaschinenbau. Auf Asiens bedeutendster Textilmaschinenmesse, der ITMA ASIA / CITME, werden auch die weltweit führenden Textilmaschinenbauer aus Mönchengladbach zahlreiche digitale Neuentwicklungen präsentieren. Für Trützschler und A. Monforts Textilmaschinen ist die am 15. Oktober in Shanghai beginnende Welt-Leitmesse ein Pflichttermin. Wie auch für den übrigen deutschen Textilmaschinenbau ist der asiatische Markt weiterhin mit großen Absatzzahlen attraktiv. Entsprechend groß ist der Aufwand, der zur Präsentation der Anlagen betrieben wird. Rund 100.000 Fachbesucher aus allen Bereichen der globalen Textilindustrie werden erwartet.

Mit neuen Entwicklungen auf dem Gebiet der digitalen Maschinenüberwachung zur Qualitätskontrolle und mit energiesparenden Konzepten zur Denim-Ausrüstung ist Monforts auf einem rund 900 Quadratmeter großen Konzern-Messestand vertreten. „Wir werden unser Flaggschiff, den Spannrahmen MONTEX, mit neuen Detaillösungen für die Reinigung der Abluft präsentieren“, so Prokurist Klaus Heinrichs. Der Trend zu digital kommunizierenden Systemen schreitet unaufhaltsam voran. So zeigt die Monforts-Maschine selbsttätig den Wartungsbedarf an oder weist auf Überlastungen bestimmter elektrischer Komponenten hin. „Das alles trägt dazu bei, die Verfügbarkeit der Anlagen möglichst hoch zu halten und unproduktive Stillstände zu vermeiden“, so Heinrichs. Auch an die Betriebsleiter in den Textilunternehmen hat Monforts gedacht. Diese können nun die Betriebszustände der Monforts-Anlage auf einem Tablet oder auf dem Smartphone aus der Ferne überwachen und müssen nicht in den oft weitläufigen Betrieben zu den Maschinen laufen. Auf dem Denim-Veredlungssektor bietet das Unternehmen brandneue Technik an, die dazu beiträgt, mehr Energie bei der Ausrüstung von Denimstoffen einzusparen. Dabei werden Reck- und Dämpfvorgänge nun in einem Monforts-Modul energiesparend zusammengefasst.

Trützschler: Hohe Flexibilität, deutliche Leistungssteigerung

Trützschler ist in Shanghai mit allen Geschäftsbereichen vertreten und präsentiert auf einem rund 600 Quadratmeter großen Stand unter anderem die neue Regulierstrecke TD 10 mit einer bisher unerreichten Funktionssicherheit und mehr Komfort für Bediener und Spinnereileiter. Das Monitoringsystem T-DATA ermöglicht eine Qualitätsüberwachung in Echtzeit. Des Weiteren zeigt das Unternehmen die hohe Flexibilität der Karde TC 15 mit fünf verschiedenen Bandablagesystemen. Eine ganze Reihe von Einzelmaßnahmen erzielen eine deutliche Leistungssteigerung gegenüber der Vorgängermaschine. Die erfolgreichste Karde in China ist die TC 10, die speziell für den chinesischen Markt entwickelt worden ist und eine traditionelle Arbeitsbreite von einem Meter hat. Karden dienen im Prozess des Spinnens oder bei der Herstellung von Vliesstoffen zur ersten Ausrichtung der losen Textilfasern zu einem Flor oder Vliesstoff. „Auf der ITMA Asia stehen traditionell die Maschinen und Technologien im Mittelpunkt, die für den asiatischen Markt entscheidend sind“, so Trützschler-Marketingleiter Hermann Selker. In Zusammenarbeit mit der japanischen Firma Murata hat Trützschler außerdem eine Bandvorbereitungstechnologie entwickelt, die bei der Verarbeitung von Viskose deutliche wirtschaftliche Vorteile erzielt. Gegenüber dem klassischen Prozess entfallen zwei von drei Passagen. Die Trützschler-Gruppe zählt mit rund 3.000 Mitarbeitern zu den führenden Textilmaschinenherstellern weltweit. An insgesamt acht Standorten werden Maschinen, Anlagen und Zubehör für die Spinnereivorbereitung, die Nonwovens- und Chemiefaserindustrie produziert. Für Produkte aus Mönchengladbach bleiben die Märkte in Vietnam, Bangladesh, Pakistan und die Türkei am wichtigsten. Die größten Märkte sind China und Indien. In beiden Ländern produziert Trützschler vor Ort.

Starrag Technology GmbH

„Verkettete Fertigungslösungen werden vermehrt angefragt“

Zufrieden kehrt der Mönchengladbacher Werkzeugmaschinenbauer Starrag Technology GmbH (ehemals Dörries Scharmann) von der AMB in Stuttgart zurück. 1.553 Aussteller präsentierten auf der Leitmesse für Metallbearbeitung die neuesten Entwicklungen bei Werkzeugmaschinen und Präzisionswerkzeugen für die spanabhebende Metallbearbeitung. „Die Messe war hervorragend. Die Besucherzahl war extrem hoch, die Qualität der Besucher sehr gut. Wir konnten 11 Prozent mehr Leads als auf der AMB 2016 verbuchen“, fasst Starrag-Marketingleiter Michael Schedler zusammen.   

Das Thema „Digitalisierung und Automatisierung in der Produktion“ rückt immer stärker in den Fokus. Zusätzlich wurden multifunktionale Maschinen gesucht, die über mehr Bearbeitungsfunktionen verfügen. Die Mönchengladbacher stellten auf dem Stand der Starrag Neuentwicklungen im Bereich der Portal-Bearbeitungszentren und neue Funktionalitäten für Dörries Vertikal-Drehmaschinen vor. Das Portal-Bearbeitungszentrum ermöglicht Kunden mit festem und verfahrbarem Querträger, der nach dem Baukastenprinzip die für ihn geeigneten Tischausführungen, Steuerungen und Fräsaggregate auswählt, mehr Flexibilität, Wirtschaftlichkeit und Präzision. Die große Anzahl automatisch auswechselbarer Fräsköpfe erhöht die Flexibilität im Anwendungsbereich. „Wir bewegen uns gerade im Bereich der Großmaschinen in einem schwierigen Marktumfeld. Die Erwartungen gerade für das Jahresendgeschäft sind jedoch hoch, da besonders verkettete Fertigungslösungen mit Mönchengladbacher Know-how derzeit vermehrt angefragt werden“, betont Marketingleiter Michael Schedler. Auch die Automatisierungslösungen wurden präsentiert, um nochmals die führende Rolle in diesem Bereich zu unterstreichen.


Das neue Starrag-Portalbearbeitungszentrum und der Messestand auf der AMB.


Über Starrag Technology

Die Starrag Technology GmbH gehört zur Schweizer Starrag Group. Die Unternehmensgruppe ist ein technologisch weltweit führender Hersteller von Präzisions-Werkzeugmaschinen zum Fräsen, Drehen, Bohren und Schleifen von Werkstücken aus Metall, Verbundwerkstoffen und Keramik. Zu den Kunden zählen die führenden Unternehmen in den Abnehmerindustrien Aerospace, Energy, Transportation und Industrial. In Mönchengladbach beschäftigt Starrag derzeit inklusive Auszubildende rund 480 Mitarbeiter.

 

Beruf konkret

Potenziale und Perspektiven auf einen Blick

Rund 5.000 Schülerinnen und Schüler der Klassen 9 und 10 informierten sich bei „Beruf konkret“, eine der größten Berufsinformationsmessen am linken Niederrhein, über unterschiedliche Ausbildungs- und Studienangebote. Erstmals präsentierte sich die hiesige Metall- und Elektroindustrie mit ihren Unternehmen gemeinsam in einem M+E-Raum – mit Erfolg. „Wir haben so gezielt die Ausbildungsberufe in unserer Branche vorstellen können“, erklärt Holger Baunach, der für die Unternehmerschaft der Metall- und Elektroindustrie zu Mönchengladbach e.V. den Auftritt am Platz der Republik koordinierte. Als weiteres Highlight informierte der M+E-Truck über Karrieremöglichkeiten in der Metall- und Elektroindustrie. Der High-Tech-Truck wurde bereits im Frühjahr für die Berufsorientierung in Mönchengladbach gezielt genutzt.

Richard Lorse kann die „Beruf konkret“ aus eigener Erfahrung nur wärmstens empfehlen. Der 21-Jährige fand hier vor sechs Jahren seinen Ausbildungsplatz. „Am Stand der SMS group bin ich hängengeblieben. Das Berufsbild sprach mich sofort an“, erinnert sich der angehende Zerspanungsmechaniker, der jetzt auf der anderen Seite Schülerinnen und Schülern erklärt, was ein Zerspanungsmechaniker so macht und worauf es ankommt. „Das Interesse ist groß. Viele wollen wissen, wie der Arbeitsalltag aussieht“, erklärt der SMS-Auszubildende im dritten Lehrjahr. Lorse hat einen guten Tipp parat: „Learning bei doing. Ein Praktikum ist immer ein guter Einstieg. Danach kann man schon ganz gut abschätzen, ob dieser Beruf der richtige ist.“ Mit kleinen praktischen Übungen kann der Nachwuchs an den Ständen von Scheidt & Bachmann, Trützschler, Sempell, Dr. Hahn, TAS oder dem Ausbildungsverbund selbst Hand anlegen. Noch anschaulicher wird es im M+E-Truck. Dort kann unter fachlicher Anleitung gefräst werden. „Eine tolle Möglichkeit, um sich zu orientieren: Schülerinnen und Schüler sollten sich möglichst frühzeitig mit Berufsbildern beschäftigen und auf jeden Fall ausprobieren. Nur so findet man den richtigen Job“, erklärt Schuldezernent Dr. Gert Fischer.

Für UME-Geschäftsführer Reinhold Schneider ist „Beruf konkret“ eine exzellente Möglichkeit, um erste Eindrücke zu vermitteln. „Darauf kommt es an. Wer hier ist, kann auf sich aufmerksam machen und den ersten Kontakt herstellen. Nur wer auf den Nachwuchs zugeht und Angebote schafft, wird wahrgenommen und findet die Fachkräfte von morgen.“ Richard Lorse ist ein gutes Beispiel, dass das bei „Beruf konkret“ ausgezeichnet funktioniert.

Auf einen Blick

Die bereits seit 1994 alle zwei Jahre stattfindende „Beruf konkret“ wird federführend durch den Fachbereich Schule und Sport der Stadt Mönchengladbach organisiert. Veranstaltungspartner sind die Agentur für Arbeit, die MGconnect Stiftung, die Wirtschaftsförderung Mönchengladbach sowie das Berufskolleg für Technik und Medien.

Weltweit größte Messe für Verkehrstechnik vom 18. bis 21. September

KIPE präsentiert sich auf der InnoTrans in Berlin

Die InnoTrans in Berlin ist die weltweit größte Messe für Verkehrstechnik. Auf der vom 18. bis 21.09.2018 stattfindenden Leitmesse präsentieren mehr als 3.000 Unternehmen die neuesten Entwicklungen für Fahrzeuge, Komponenten und Systeme. Als Dienstleister für die Schienenfahrzeugindustrie wird auch die KIPE GmbH mit Sitz in Nettetal ihr Serviceangebot auf einem rund 30 Quadratmeter großen Stand vorstellen.

„Die InnoTrans präsentiert die Visionen für die Mobilität von morgen. Als Dienstleister für die Schienenfahrzeugindustrie hat die Messe für uns eine hohe Relevanz, weil wir hier mit unseren Kunden direkt ins Gespräch kommen können“, betont Marketingleiterin Nina Wißfeld. Vier Mitarbeiter werden den KIPE-Stand in Berlin betreuen.

KIPE unterstützt bei Planungs-, Beratungs- und Realisierungsprojekten in den Bereichen Fahrzeugkonstruktion, Projektmanagement, Fabrikplanung und -optimierung. Vor allen Dingen im Bereich der Fertigungs- und Montageplanung sowie in der Anlagenspezifikation, der Arbeitsvorbereitung und im Quality Management bringt KIPE ein fundiertes Knowhow ein. KIPE unterstützt beispielsweise bei der Klärung der Mängel an Fahrzeugen im Fahrgastbetrieb und steuert die Mängelbeseitigung, kümmert sich um die Dokumentation bzw. das Reporting bei Terminplanverfolgungen, überwacht die Nacharbeiten und Rollkuren sowie beteiligt sich an der Qualitätssicherung bei Schienenfahrzeugen in Form von projektbezogenen Montageüberwachungen und produktionsbegleitenden Prüfungen und Abnahmen.

Die KIPE GmbH beschäftigt insgesamt 26 Mitarbeiter.

 

Industriemeisterausbildung beim Ausbildungsverbund

Weiterbildung zur Führungskraft in der Produktion

In Kooperation mit dem Ausbildungsverbund Mönchengladbach bietet das Bildungswerk der Unternehmerschaft der Metall- und Elektroindustrie wieder eine Industriemeisterausbildung an, die am 10. September in den Räumen des Ausbildungsverbundes im sms Businesspark beginnt. Die dreijährige Weiterbildung endet mit der IHK-Prüfung zum staatlich geprüften Industriemeister in den Bereichen Metall, Elektrotechnik und Mechatronik. Die Weiterbildung zum Industriemeister sorgt für einen Karrieresprung: Die Fachkräfte sind in der Produktion als operative Manager und Führungskräfte stark gefragt.

Die Kursteilnehmer lernen im Rahmen ihrer Weiterbildung unter anderem Planungs-, Steuerungs- und Kommunikationssysteme kennen und erhalten dezidierte Einblicke in den Arbeits-, Umwelt- und Gesundheitsschutz. Personalführung und -entwicklung sowie das Qualitätsmanagement sind weitere Aspekte, die in den Räumlichkeiten des Ausbildungsverbundes intensiv geschult werden. Die Ausbildung wird mit dem integrierten Unternehmensplanspiel „MasterGame“ verknüpft. In diesem Planspiel hat jeder Teilnehmer die Aufgabe, als Unternehmen ein Produkt herzustellen und im Wettbewerb untereinander einen Gewinn zu erzielen. Fachübergreifendes Know-how in Verbindung mit fachspezifischen Kenntnissen qualifizieren den Industriemeister für Fach-, Organisations- und Führungsaufgaben.

Mehr Infos zur Industriemeisterausbildung, Kosten und Förderungsmöglichkeiten gibt es beim Bildungswerk der Unternehmerschaft unter Telefon 02161/9 26 89 16 (Holger Baunach) oder beim Ausbildungsverbund unter 02161 / 8 21 28 11 (Frank Winkels).

Scheidt & Bachmann

Ausbildungswerkstatt öffnet am Samstag, 8. September, die Tür

Tag der Ausbildung bei Scheidt & Bachmann

 

Das mehrfach ausgezeichnete Ausbildungsunternehmen Scheidt & Bachmann lädt am Samstag, 8. September, von neun bis 14 Uhr zum Tag der Ausbildung in die Ausbildungswerkstatt ein. Schülerinnen und Schüler, Lehrer ab Klasse neun sowie Eltern und weitere Interessierte erfahren im S&B-Ausbildungszentrum an der Breite Straße 132 mehr zu allen von Scheidt & Bachmann angebotenen Ausbildungsberufen und Dualstudiengängen.

An Infoständen und an den Arbeitsplätzen der Auszubildenden werden Ausbildungsinhalte, Abschlüsse und mögliche Zukunftsperspektiven dezidiert vorgestellt. Die Azubis stehen für Fragen zur Verfügung und informieren über ihre Erfahrungen als Auszubildende oder Dualstudenten bei Scheidt & Bachmann. Die Ausbilder geben einen Überblick über Ausbildungs- und Studienangebote in einer stark wachsenden Branche, die für den Nachwuchs exzellente Zukunftsperspektiven bietet. Scheidt & Bachmann bietet darüber hinaus im Rahmen dieser Veranstaltung auch einen Bewerbungsmappen-Check an. Personalverantwortliche geben wertvolle Tipps zu mitgebrachten Bewerbungsunterlagen.

Für Verpflegung ist gesorgt, der Eintritt ist frei. Zur besseren Planung ist eine Online-Voranmeldung unter tda.scheidt-bachmann.de erwünscht, aber auch Kurzentschlossene sind ebenso willkommen.

Über Scheidt & Bachmann

Seit der Gründung im Jahre 1872 hat sich Scheidt & Bachmann zu einem namhaften Global Player entwi-ckelt. Derzeit in fünfter Generation geführt, setzt Scheidt & Bachmann mit rund 3.000 Mitarbeitern in den vier Geschäftsbereichen Systeme für Parkhaus- und Freizeitanlagen, Signaltechnik, Fahrgeldmanagement und Tankstellen weltweit gültige Standards. Eine Grundlage hierfür ist die hochwertige Personalaus- und -weiterbildung.

 

Berufsorientierung für Schülerinnen und Schüler im M+E-InfoTruck

Interaktive Erkundungsreise in die Welt der Technik

Anschauliche Experimentierstationen, informative Vorträge von Ausbildern und Auszubildenden und spannende Einblicke in die Welt der Metall- und Elektroindustrie vermittelte der neue InfoTruck der Metall- und Elektroindustrie, der beim Ausbildungsverbund im SMS-Businesspark Station machte und wie im letzten Jahr auch zur Berufsfelderkundung genutzt werden konnte. Insgesamt sieben Mönchengladbacher Schulen aller Schulformen nutzten die Gelegenheit, mehr als 300 Schülerinnen und Schülern spannende Einblicke in die Welt der Technik zu ermöglichen. Die High-Tech-Fahrzeuge mit knapp 100 m² Präsentationsfläche auf zwei Etagen informieren bundesweit über Ausbildungsberufe der Metall- und Elektroindustrie.

Neben einem Elektro-Arbeitsplatz kann man im Truck eine CNC-gesteuerte Fräse sowie das Modell eines Aufzugs mit intelligenter IT-Steuerung in der Anwendung sehen und ausprobieren. Auf einem 1,5 Quadratmeter großen Multitouchtable läuft eine animierte 3D-Softwareanwendung und lädt bis zu sechs Besucher gleichzeitig auf eine interaktive Erkundungsreise durch ein virtuelles M+E-Unternehmen ein. Es gibt einen „Berufe-Scout“ mit Infos zu Berufsbildern und ausbildenden Firmen sowie mehrere Multi-Media-Terminals, an denen die Jugendlichen selbst aktiv werden können.

Praxisnahe Einblicke gab es durch ortsansässige Unternehmen wie Scheidt & Bachmann, Trützschler, SMS group, Telefonbau Arthur Schwabe, Robert Bosch Packaging Technology (Viersen) und Otto Fuchs (Dülken), die mit ihren Ausbildern und Auszubildenden als Gesprächspartner zur Verfügung standen. In den Räumen des Ausbildungsverbundes informierten die Unternehmen außerdem über kaufmännische Berufe in der Metall- und Elektroindustrie.

Koordiniert und organisiert wurde der Besuch des InfoTrucks von der Unternehmerschaft der Metall- und Elektroindustrie zu Mönchengladbach e.V. in Kooperation mit dem zdi-Zentrum Mönchengladbach.

Anhängendes Bild:

truck1.jpg: Gruppenfoto am InfoTruck: Schülerinnen und Schüler der Gemeinschaftshauptschule Dohr und des Franz-Meyers-Gymnasiums mit Ausbildern und Auszubildenden von Scheidt & Bachmann.

 

Eine kaufmännische Ausbildung bei den Tarifpartnern: Melanie Messerle und Kai Krüger berichten über ihre Ausbildung bei der Unternehmerschaft bzw. IG Metall Mönchengladbach

„Kontaktscheu darf man nicht sein“

Tarifverträge werden zwischen Arbeitgeber- und Arbeitnehmervertretern ausgehandelt. Die Unternehmerschaft der Metall- und Elektroindustrie zu Mönchengladbach e.V. vertritt die Interessen der Arbeitgeber, die IG Metall die Interessen der Arbeitnehmer. Beide Seiten bieten eine Ausbildung zum/zur Kaufmann/-frau für Büromanagement an. Was die Ausbildung im Verband von einer Ausbildung im Unternehmen unterscheidet und wie die Ausbildungsinhalte überhaupt aussehen, erklären Melanie Messerle und Kai Krüger bei einem Gespräch in den Räumen der Unternehmerschaft an der Kaiserstraße.

Melanie Messerle hat das erste Ausbildungsjahr fast hinter sich, Kai Krüger die dreijährige Ausbildung so gut wie beendet. Beide sehen sich an der Kaiserstraße zum ersten Mal, obwohl sie die gleiche Ausbildung machen und das gleiche Betätigungsfeld haben. Es gibt aber einen Unterschied: Melanie Messerle ist auf der Seite der Arbeitgeber tätig, Kai Krüger engagiert sich für die Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen. Bei einem Tarifstreit wären sie Kontrahenten, bei ihrer Ausbildung gibt es aber viele Gemeinsamkeiten: „Klar, Mathe und Deutsch sind ziemlich wichtig. Auch Buchhaltung ist in der Berufsschule ein Schwerpunkt“, berichten Melanie Messerle und Kai Krüger im Gleichklang. Auch die Arbeit mit dem Computer sollte man am besten schon im Vorfeld ein wenig beherrschen. „In der Berufsschule wurde uns geraten, selbstständig das Zehn-Finger-Tippsystem zu erlernen“, fügt die 20-Jährige hinzu. Ihr Tischnachbar ist überrascht: „Ne, war bei uns nicht der Fall. Ich tippe auch mit vier Fingern ganz gut“, so der gebürtige Erkelenzer, der gerade das Betriebsrätefest der IG Metall eigenständig organisieren durfte. Denn zum Aufgabenportfolio eines Kaufmanns gehört hüben wie drüben die Organisation von Veranstaltungen selbstverständlich mit dazu.

Was sowohl auf Arbeitgeber- als auch auf Arbeitnehmerseite ins Gewicht fällt, ist die Arbeit mit und für Menschen. „Kontaktscheu darf man nicht sein“, sagt Melanie Messerle und erinnert sich an die ersten Telefonate. „Am Anfang ist man noch nervös, ist aber alles eine Frage der Übung.“ Das kann Krüger bestätigen. Für beide ist die Mitgliederbetreuung ein Schwerpunkt und beide haben schon Mitgliedsunternehmen besucht. In der Schule erfahren sie im Gespräch mit anderen Auszubildenden, dass eine Ausbildung im Unternehmen schon ganz anders ist. „Bei uns gibt es halt kein Produkt und keinen Verkauf, daher sind unsere Strukturen natürlich auch ganz andere. So etwas wie Produktmarketing gibt es bei uns nicht“, berichtet der 22-Jährige. Melanie Messerle nickt. Dafür spielen juristische Dinge eine größere Rolle. „Und das finde ich ziemlich spannend“, erklärt Messerle, die schon mit UME-Geschäftsführer Reinhold Schneider die Arbeit am Arbeitsgericht kennenlernen durfte. Die Unterschiede zwischen der Verbandsarbeit und der Arbeit im Unternehmen sind auch Schneider bewusst: „Eine Ausbildung bei uns ist zweifelsohne äußerst spannend und vielseitig, aber eben auch etwas anderes. Jeder, der damit liebäugelt, legt sich auch ein stückweit fest.“ Reimund Strauß, Geschäftsführer bei der IG Metall, kann das bestätigen: „Das ist auch der Grund, warum wir nur für den Eigenbedarf ausbilden. Eine kaufmännische Ausbildung bei einem Unternehmen bietet sicherlich eine größere Auswahl an Möglichkeiten.“

Kai Krüger will gar nichts anderes machen und wird nach seiner Ausbildung zur IG Metall Krefeld in eine Festanstellung wechseln. Auch Melanie Messerle ist rundum glücklich und will sich zunächst voll und ganz auf ihre Ausbildung konzentrieren. Und wenn es mal etwas anderes sein soll, bietet das Verbandswesen sicherlich genug Auswahl. Denn eins ist klar: Jede Branche hat ihre Interessenvertreter!

 

Auf einen Blick

Die Unternehmerschaft der Metall- und Elektroindustrie zu Mönchengladbach e.V. als regionaler Arbeitgeberverband umfasst nahezu 60 Mitgliedsfirmen mit annähernd 13.000 Beschäftigten. Als Arbeitgeberverband kümmert sich die Unternehmerschaft um die arbeits- und sozialrechtliche Beratung und Vertretung der Mitgliedsfirmen, den Abschluss und die Auslegung von Tarifverträgen, die Arbeitszeit- und Entgeltgestaltung, die Öffentlichkeitsarbeit und eben auch um das Ausbildungswesen.

 

Die IG Metall Geschäftsstelle Mönchengladbach ist eine von bundesweit 155 örtlichen Gliederungen der Industriegewerkschaft Metall (IGM) in Deutschland. Die IG Metall ist zuständig für die Branchen Metall, Elektro, Eisen und Stahl; Textil und Bekleidung; Kohle, Holz und Kunststoff sowie Zeit- und Leiharbeit. Rund 12.000 Mitglieder sind in Mönchengladbach und Umgebung in der IG Metall organisiert.

Mitgliederversammlung der Unternehmerschaft

„Wir brauchen Ingenieure, aber auch Techniker und Meister“

Bei der jährlichen Mitgliederversammlung der Unternehmerschaft der Metall- und Elektroindustrie zu Mönchengladbach e.V. (UME) wurde die „Digitalisierung der Industrie“ fokussiert. Prof. Dr.-Ing. Boris Otto vom Fraunhofer-Institut für Software- und Systemtechnik (ISST) und TU Dortmund referierte über die besondere Verbindung von physischem Produkt und digitalen Daten. Zuvor machte der UME-Vorsitzende Albrecht Driescher in seiner Rede deutlich, wie das Arbeitskräftepotenzial für die Industrie besser ausgeschöpft werden kann.

„Die Industrie blickt weiter zuversichtlich in die Zukunft. Wir sind im neunten Jahr des Aufschwungs“, erklärte Driescher in seiner Begrüßungsrede. Aber die protektionistischen Maßnahmen und Gegenmaßnahmen zwischen den USA, China und Europa, die immensen Schulden von Staaten und Banken sowie die massiven Erhöhungen der Sozialausgaben seien Gefahren für die heimische Wirtschaft. Dazu gehöre auch der Fachkäftemangel: „Natürlich brauchen wir Ingenieure. Wir brauchen aber genauso dringend und wohl in größerer Zahl Techniker und Meister“, so der UME-Vorsitzende. Die nach wie vor viel zu hohen Studienabbrecherquoten sprächen dafür, dass hier Potenziale vergeudet würden. Auch das Arbeitskräftepotenzial junger Frauen müsse besser ausgeschöpft werden. „Hierzu müssen wir die Betreuungsmöglichkeiten für Kinder und die Unterstützung für junge Mütter weiter ausbauen.“

Der Tarifabschluss 2018 sei für die Unternehmen der Metall- und Elektroindustrie eine große Herausforderung, so Driescher weiter. „Die Erhöhung der Entgelttabellen um 4,3 % sowie die Zahlung eines tariflichen Zusatzgeldes in Höhe von 27,5 % einer Monatsvergütung sind teuer. Dieser Abschluss ist für viele Unternehmen schmerzhaft und liegt an der Grenze des Vertretbaren.“ Insgesamt sei der Tarifabschluss ein Kompromiss, der einerseits teuer, andererseits aber innovativ hinsichtlich einer wettbewerbsfähigen Arbeitszeitgestaltung der Zukunft ist. „Denn angesichts knapper Fachkräfte haben wir für unsere Betriebe mehr bedarfsgerechtes Arbeitsvolumen eingefordert und auch bekommen. Der Tarifabschluss bietet einige Möglichkeiten, das Arbeitszeitvolumen bedarfsgerecht auszuweiten.“

Wie die Digitalisierung die Industrie verändert und worauf sich die Unternehmen einstellen müssen, zeigte Gastredner Prof. Dr.-Ing. Boris Otto. Für ihn entsteht die disruptive Innovation nicht durch das Kopieren vorhandener Geschäftsmodelle, sondern durch Unternehmen, die intelligent eigene Assets mit den Möglichkeiten der Digitalisierung kombinieren. Die klassische Stärke der deutschen Industrie wie die Entwicklung neuer Produkte wird mit den Potenzialen smarter Services verbunden: „Ziel ist es, hybride Leistungsangebote zu gestalten, die sowohl aus einem physischen Produkt als auch aus einem Software-Service bestehen. Zum Beispiel in der Automobilindustrie, wo digitale Zusatzdienste im Auto für ein besseres Mobilitätserlebnis sorgen.“

 

Anhängendes Foto:

MG-UME-Preis für Jan Herzog und Felix Schumacher

Im Rahmen der Mitgliederversammlung wurde der UME-MG-Preis im Fachbereich Elektrotechnik und Informatik der Hochschule Niederrhein verliehen. Preisträger des UME-MG-Preises sind Absolventinnen und Absolventen, die in ihrer Arbeit hervorragende praxisgerechte Leistungen erbracht haben. Jan Herzog wurde für seine Bachelor-Arbeit zum Thema „Entwicklung einer Ethernet-basierten Steuerung für Rohrleitungs-Wechselkästen“ ausgezeichnet, Felix Schumacher für seine Master-Arbeit zum Thema „Untersuchungen für die Entwicklung eines Sensors zur Erfassung von Fahrzeugrädern in der Eisenbahnsicherungstechnik“. Der UME-Vorsitzende Albrecht Driescher überreichte die Urkunden und das Preisgeld in Höhe von jeweils 1.500,00 Euro.

Auf einen Blick

Die Unternehmerschaft der Metall- und Elektroindustrie zu Mönchengladbach e.V. als regionaler Arbeitgeberverband umfasst nahezu 60 Mitgliedsfirmen mit annähernd 13.000 Beschäftigten. Als Arbeitgeberverband kümmert sich die Unternehmerschaft um die arbeits- und sozialrechtliche Beratung und Vertretung der Mitgliedsfirmen, den Abschluss und die Auslegung von Tarifverträgen, die Arbeitszeit- und Entgeltgestaltung, die Öffentlichkeitsarbeit und eben auch um das Ausbildungswesen.