Tag des Ingenieurstudiums

Karrierestart als Ingenieur live erfahren

Insgesamt 14 Schülerinnen und Schüler aus Mönchengladbacher Oberstufen konnten am Tag des Ingenieurstudiums fünf Stunden lang praktisch und theoretisch erfahren, welche Karrierechancen bei Mönchengladbacher Unternehmen der Metall- und Elektroindustrie bestehen – und welche Anforderungen es zu meistern gilt.

Was wäre die Welt ohne Ingenieure? Ohne sie gäbe es weder sichere und langlebige Häuser, moderne, spritsparende Autos – noch technische Innovationen. Bereits zum fünften Mal hatten Schülerinnen und Schüler aus den Oberstufen Mönchengladbacher Schulen die Gelegenheit, am jährlich stattfindenden Tag des Ingenieurstudiums, der in Kooperation mit dem zdi-Zentrum durchgeführt wird, einen tieferen Einblick in die Ausbildungs- und Studienmöglichkeiten in der Metall- und Elektroindustrie zu erhalten.

Nach einem einleitenden Vortrag bei der SMS group und einer kurzen Sicherheitseinweisung konnten die Interessenten auf einer Führung über das Werksgelände in den Fertigungshallen sowie der Lehrwerkstatt ganz neue Eindrücke sammeln. Wann sieht man im Leben schon mal einen Portalkran, der locker 300 Tonnen anheben kann – oder Maschinenteile, die groß wie ein Haus sind? Sichtlich beeindruckt konnten die Schüler und Schülerinnen so live erleben, wie es sich anfühlen kann, für ein Unternehmen im Maschinen- und Anlagenbau zu arbeiten.

Ganz dicht dran waren die Teilnehmer auch bei einer praktischen Übung am Computer: Bei der 3D-Konstruktion einer Lokomotive mit einem CAD-Programm waren eine schnelle Auffassungsgabe, räumliche Vorstellungskraft und technisches Verständnis gefragt.

Mit einer abschließenden Feedback-Runde, bei der auch die letzten Fragen der Gäste beantwortet werden konnten, schloss die Veranstaltung gegen 15 Uhr. Danach traten die Schülerinnen und Schüler mit vielen Eindrücken und Informationen sowie guten Tipps die Heimreise an. Einer lautete: Wenn ihr euch nicht sicher seid, was ihr beruflich werden wollt: Macht Praktika! Dies ist die beste Möglichkeit, tiefer in einen Berufszweig hineinzuschnuppern – ohne sich langfristig zu binden. Zudem kann ein Praktikum auf bei der späteren Bewerbung sehr hilfreich sein.

Die nächste Gelegenheit, mehr über den Karrierestart als Ingenieur oder Auszubildender zu erfahren, besteht am 26. September am Tag der Ausbildung bei der SMS group.

Auf einen Blick

Der Business-Tag des Ingenieurstudiums findet seit 2016 einmal im Jahr statt und ist ein Gemeinschaftsprojekt des zdi-Zentrum Mönchengladbach (WFMG/MGconnect), der SMS group GmbH, der Trützschler GmbH & Co KG, der Unternehmerschaft der Metall- und Elektroindustrie zu Mönchengladbach e. V. und der Agentur für Arbeit. Wenn Sie Ihr Unternehmen ebenfalls präsentieren möchten oder den Kontakt zu Schülern suchen, wenden Sie Sich bitte an:

Björn Hollburg

Neuhofstr. 52, 41061 Mönchengladbach

Tel.:   +49 21 61 8 23 79 -780

hollburg@wfmg.de

Anhängendes Bild:

Die Teilnehmer / Teilnehmerinnen konnten am Tag des Ingenieurstudiums unter anderem die 3D-Konstruktion einer Lokomotive ausprobieren.

Berufe in der Metall- und Elektroindustrie

Schüler lernen beim Berufsparcours die Vielfältigkeit der Ausbildung in der Metall- und Elektroindustrie kennen

Das Thema Fachkräftemangel beschäftigt auch die Unternehmen der Metall- und Elektronindustrie in Mönchengladbach. Ein Weg, dieser Herausforderung bereits im Vorfeld durch Aufklärung der besonderen Art zu begegnen, ist der jährlich stattfindende Berufsparcours, der bereits zum vierten Mal in der Lehrwerkstatt des Ausbildungsverbundes stattfand und über industrienahe Berufsfelder informiert. Über 300 Schüler und Schülerinnen aus Mönchengladbacher Haupt-, Real-, Gesamt- und Förderschulen hatten an verschiedenen Stationen die Möglichkeit, in verschiedene Bereiche hineinzuschnuppern, sich zu informieren – und versteckte Talente zu entdecken.  

Etwa 90 Prozent aller Jugendlichen wissen nicht, welche Ausbildungsberufe es in der Metall- und Elektroindustrie gibt – vor allem in der wichtigen Phase der Orientierung. Dafür wurde der „Berufsparcours“ ins Leben gerufen: Seit 2012 kooperiert METALL NRW als Verband der M+E Industrie mit dem Technikzentrum Minden-Lübbecke, um standortübergreifend rund 30 Berufsparcours in ganz Nordrhein-Westfalen durchzuführen. Der Mönchengladbacher Berufsparcours bietet dabei einen besonders spannenden Einblick in die Ausbildung, da dieser nicht in einem Schulumfeld – sondern in einer Lehrwerkstatt stattfindet. Neben den Azubis, Ausbildern und Ausbildungsleitern der teilnehmenden Unternehmen halfen auch die Azubis des Ausbildungsverbundes motiviert mit. In geführten Gruppen ging es für die Schülerinnen und Schüler durch insgesamt zehn Stationen in der Lehrwerkstatt.

Die Unternehmerschaft der Metall- und Elektroindustrie stellte in einem Video die vielfältigen Ausbildungsberufe wie beispielsweise Zerspanungsmechaniker, Industriekaufmann und Mechatroniker vor. Anschließend hatten die SchülerInnen die Gelegenheit, Fragen zu stellen.

Bei der Station der Agentur für Arbeit wurde anhand von zwei Werkstücken, die stellvertretend für die Metall- sowie die Elektroindustrie stehen, die Antwort auf die Frage „Welche Fähigkeiten/ Fertigkeiten werden für die Branchen benötigt?“ mit den Schülerinnen und Schülern gemeinsam erarbeitet: Räumliches Denken, Feinmotorik – aber auch gute Noten in klassischen Fächer wie Mathematik, Informatik oder Physik sind unter anderem wünschenswert – und wichtig.

Auch die praktischen Fertigkeiten der TeilnehmerInnen wurden vielfältig auf die Probe gestellt:  Handwerkliches Geschick war unter anderem bei der Station der SMS group gefragt. Hier sollten die TeilnehmerInnen nach einem Bauplan Einzelteile zu einer Lokomotive zusammenbauen. Auch der Umgang mit dem Lötkolben – etwa bei Trützschler – war für viele Schüler und Schülerinnen eine Premiere und das erfolgreiche Ergebnis hat den einen oder anderen sichtlich stolz gemacht.

Der Umgang mit einem Messschieber war eine weitere praktische Station des Parcours (bei Fa.Otto Fuchs, Dülken) – ebenso wie das Zusammensetzen von vielen Einzelteilen nach Plan zu einem fertigen Modellauto oder das Biegen und Löten eines Hubschrauberrotors beim Ausbildungsverbund.

Dazu befragt, hatten viele Schüler und Schülerinnen zu Beginn des Parcours noch keine konkrete Vorstellung, was sie später einmal beruflich machen möchten. Hier konnte der Berufsparcours den TeilnehmerInnen helfen, selbst zu erfahren, welche Anforderungen ein IT-Systemelektroniker, Industriemechaniker oder Maschinen- und Anlagenführer erfüllen muss – und damit einen wichtigen Beitrag für die zukünftige berufliche Orientierung leisten.

Für alle TeilnehmerInnen gleichermaßen überraschend: Die Vielfalt an Ausbildungsberufen, die die Metall- und Elektroindustrie in Mönchengladbach bietet. Von Büroarbeit, Mechanik, Elektrik und Elektronik bis hin zu Produktdesign und Programmierung: Die Facetten sind vielzählig und es gibt noch zahlreiche freie Ausbildungsstellen für die begehrten Berufe, die darüber hinaus mit einer attraktiven Ausbildungsvergütung sowie den höchsten Einstiegsgehältern punkten können: Nach der Ausbildung liegt das Bruttogehalt bei über 3.000 Euro.

Am Berufsparcours mitgewirkt haben die Unternehmen ATB Schorch, Otto Fuchs Dülken, Trützschler, Scheidt & Bachmann, SMS group, das zdi-Zentrum, die Unternehmerschaft der Metall- und Elektroindustrie zu MG sowie der AV Ausbildungsverbund. Eine Beratungsstelle der Agentur für Arbeit vervollständigte den Parcours.

Auf einen Blick

Der Berufsparcours wird einmal pro Jahr von der Unternehmerschaft der Metall- und

Elektroindustrie zu Mönchengladbach e.V., dem zdi-Zentrum, dem Schulamt der Stadt Mönchengladbach und dem Technikzentrum Minden-Lübbecke durchgeführt. Die Unternehmerschaft vertritt als regionaler Arbeitgeberverband die Interessen von rund 60 Mitgliedsfirmen mit 13.000 Beschäftigten.

Anhängende Bilder:

Bringt nicht nur LEDs zum Leuchten: Bei der Übung der Firma Trützschler konnten die TeilnehmerInnen den Umgang mit dem Lötkolben üben und das Ergebnis gleich ausprobieren.

Hier kommt es auf jeden Millimeter an: Bei der Station der Otto Fuchs GmbH Dülken haben die TeilnehmerInnen mit Hilfe eines Messschiebers ein Werkstück vermessen.

Ohne abzuheben: In der Metallwerkstatt des AV Ausbildungsverbund wurden die Rotorblätter eines Drahthelikopters gebogen und gelötet.