Senatspreis der Hochschule Niederrhein für Trützschler-Mitarbeiter

Prämierte Abschlussarbeit  

Einmal im Jahr werden an der Hochschule Niederrhein die mit 1.000 Euro dotierten Senatspreise für herausragende Abschlussarbeiten verliehen. In der Kategorie „Regionaler Bezug“ überzeugte Niclas Maasackers aus dem Fachbereich Maschinenbau und Verfahrenstechnik die Jury. Beim Mönchengladbacher Textilmaschinenhersteller Trützschler GmbH & Co. KG hatte Maasackers den Prozess der Garnierung von Kardenwalzen untersucht. Hierbei konnte der 25-Jährige die logistischen Arbeitsabläufe und die Arbeitssicherheit optimieren.


Aufgrund der besonders hochwertigen Qualität der Einreichungen wurde der Preis in der Kategorie „Forschung“ aufgeteilt. Jeweils 500 Euro gehen an Manuel Jeltsch (Fachbereich Elektrotechnik und Informatik) sowie Vita Zimmermann (Fachbereich Wirtschaftsingenieurwesen). Jeltsch entwickelte in seiner Masterarbeit zwei Methoden zur Verbesserung der sogenannte Hough-Transformation, einem Verfahren zur Erkennung von Geraden, Kreisen oder vergleichbaren geometrischen Figuren. Eine Forschungslücke konnte Vita Zimmermann mit ihrer Abschlussarbeit „Der Konsument als Anbieter in der digital‐kollaborativen Wirtschaft“ schließen. Die Arbeit führte zu neuartigen Erkenntnissen im Bereich der Shareconomy. „Die Vielfalt ist ein wichtiges Merkmal der Hochschule Niederrhein. Deswegen freuen wir uns, dass diese Vielfalt sich auch in den Arbeiten unserer Preisträgerinnen und Preisträger widerspiegelt“, sagte die Senatsvorsitzende Prof. Dr. Dagmar Ackermann in ihrer Eröffnungsrede.

 

 

Bildungswerk der Unternehmerschaft – Neuer Ausbildereignungskurs im Februar

Eine zeitgemäße Personalentwicklung beginnt bereits bei der Ausbildung von Nachwuchskräften. Die dafür notwendigen pädagogischen und fachlichen Kenntnisse vermittelt das Bildungswerk der Unternehmerschaft in einem Ausbildereignungskurs, der vom 6. bis 10. Februar 2017 täglich von 9 bis 17 Uhr in den Räumen der Unternehmerschaft der Metall- und Elektroindustrie, Kaiserstraße 41, angeboten wird.

An insgesamt fünf Kurstagen vermitteln erfahrene Ausbilder und Prüfungsausschussmitglieder die grundlegenden Kompetenzen eines Ausbilders. Im Rahmen dieser Unterrichtseinheiten werden die prüfungsrelevanten Themengebiete intensiv geschult. Der Kurs befähigt die Teilnehmer, die Ausbildereignungsprüfung vor der IHK abzulegen. Die Ausbildereignungsprüfung ist bundesweit die einzig anerkannte und einheitliche Qualifikation zum Nachweis berufs- und arbeitspädagogischer Kenntnisse.

Info und Anmeldung: Kursleiterin Sonia Spelters, Telefon 02161/ 92 68 90, Mail: ada@ume-bildungswerk.de. Die Kosten belaufen sich auf 530 Euro inklusive aller Lehrmaterialien, Getränke und Snacks. Die Prüfungsanmeldungsgebühr bei der IHK beträgt noch einmal zusätzlich 157 Euro.

www.ume-bildungswerk.de

 

 

 

Konjunkturumfrage der Unternehmerschaft Metall zum Jahresbeginn 2017 – M+E-Unternehmen vorsichtig optimistisch für 2017

Die Unternehmen der Mönchengladbacher Metall- und Elektroindustrie gehen optimistischer ins neue Jahr 2017 als noch vor Jahresfrist. Dies ist das Ergebnis einer Konjunkturumfrage der Unternehmerschaft der Metall- und Elektroindustrie zu Mönchengladbach (UME-MG) zum Jahreswechsel 2016/2017, an der sich mehr als ein Drittel der Betriebe mit fast 5000 Beschäftigten und 240 Auszubildenden beteiligt hatten. Wie der Verband mitteilte, seien die Umfrageergebnisse Ausdruck einer verbesserten Geschäftslage und von im Durchschnitt zuversichtlicheren Ertrags-erwartungen. Erfreulich sei, dass ein Viertel der Betriebe Neueinstellungen plane und fast 90% der Unternehmen die (hohe) Ausbildungsquote beibehalten wollen.

Nach Einschätzung der Unternehmerschaft reiht sich die Umfrage in die insgesamt optimistischen Prognosen vieler Wirtschaftsforschungsinstitute ein. Zwar bleibt bei den Geschäftsperspektiven für die nächsten 6 Monate die Zahl der Pessimisten auf Vorjahresniveau. Wie vor Jahresfrist rechnen insgesamt 24% der Betriebe mit schlechten oder schlechteren Geschäften. Auch die Zahl der Optimisten hat sich von 33% auf 8% deutlich verringert. Allerdings prognostizieren mit nunmehr 68% mehr als zwei Drittel der Betriebe gleichbleibend gute Geschäfte. Das ist ein deutlicher Anstieg gegenüber dem Vorjahr (38%).

Auch bei der Auftragslage sowohl für das Inlands- als auch für das Auslandsgeschäft rechnen die Unternehmen für die nächsten 6 Monate mit einer leicht verbesserten Ordertätigkeit. Etwa 63% der Unternehmen erwarten eine verbesserte oder gleichbleibend gute Auftragslage aus dem Inland (2015/2016: 58%), rund 65% schätzen entsprechend positive Nachfrageimpulse aus dem Ausland (2015/2016: 40%).

Die zunehmende Zuversicht schlägt sich auch in der Beschäftigung nieder. 24% der Unternehmen planen Neueinstellungen (2015/2016: 12%). Wie volatil das Geschäft ist, zeigt allerdings die Steigerung der Zahl der Betriebe, die Entlassungen voraussehen (12% gegenüber 5% vor Jahresfrist).

Erfreuliches melden die Unternehmen beim Thema Ausbildung: Die überwältigende Mehrheit der Betriebe – 88% – wird ihn ohnehin hohes Ausbildungsniveau beibehalten, die Zahl der Ausbildungsplätze wird sich bei 4% der Unternehmen sogar erhöhen.

Nach der aktuellen Ertragslage gefragt, zeigen sich die Unternehmen etwas zufriedener als im Vorjahr. Fast 32% gaben an, die Erträge seien gestiegen (Vorjahr: 29%). Mit Blick auf die Zukunft verspricht die Umfrage ebenfalls Zuversicht: 28% der Unternehmen erwarten für 2017 eine bessere Ertragslage (Vorjahr: 9%). Allerdings bezeichnen ebenfalls 32% die aktuelle Ertragslage als schlecht und immerhin 12% rechnen für 2017 mit einer noch schlechteren Ertragslage.

Unverändert ist die Investitionsbereitschaft der Unternehmen: Wie im Vorjahr wollen 20% ihre Investitionsanstrengungen erhöhen und 36% geben an, gleich hohe Investitionen  zu tätigen (2015/2016: 36%). Gestiegen um 8 Prozentpunkte auf 16 Prozent ist allerdings auch der Anteil der M+E-Betriebe, die ihre Investitionen zurückschrauben wollen.

Insgesamt gesehen, so der Geschäftsführer der Unternehmerschaft, Reinhold Schneider, gehen die Unternehmen der Mönchengladbacher Metall- und Elektroindustrie vorsichtig optimistisch in das Jahr 2017.

 

 

 

 

 

Ausblick auf das Messejahr 2017

„Made in Mönchengladbach“ auf fast allen Kontinenten

Einmal rund um die Welt – auch im neuen Jahr werden sich die Mönchengladbacher Unternehmen der Metall- und Elektroindustrie weltweit auf den unterschiedlichsten Messen präsentieren. Die meisten Kilometer legt wahrscheinlich wie im Vorjahr UNGRICHT zurück: Auch 2017 wird der führende Hersteller von Walzen und Walzengravuren auf fast allen Kontinenten vertreten sein.  

Die erste Messe ist schon fast zu Ende. Noch bis zum 17. Januar ist UNGRICHT zu Gast auf der DOMOTEX, der Weltleitmesse für Teppiche und Bodenbeläge in Hannover. „Wir sind breit aufgestellt und bedienen mit unseren Produkten die unterschiedlichsten Branchen. Auf den Fachmessen kommen wir mit potenziellen Kunden am besten ins Gespräch“, betont Geschäftsführer Burkard Ungricht. Das Unternehmen hat mit dem US-Konzern Matthews International eine Kaufvereinbarung erzielt und wird – die Zustimmung des deutschen Kartellamtes wird für das erste Quartal 2017 erwartet – durch den dadurch entstehenden Zusammenschluss von UNGRICHT und DORNBUSCH mit der Unternehmensgruppe Saueressig das Produkt- und Dienstleistungsangebot für seine Kunden noch erweitern können. Gemeinsam mit diesen Unternehmen ist UNGRICHT dann ein führender Anbieter von Dienstleistungen entlang der Druckvorstufe sowie von Tiefdruck- und Prägezylindern. Direkt nach der DOMOTEX folgt die „Surfaces“ in Las Vegas (18. bis 20. Januar) und die Interplastica vom 24. bis 27. Januar in Moskau. Zwei Messen im Februar und gleich vier Messen im März folgen. Und so geht es für UNGRICHT nahtlos bis Ende des Jahres weiter.

Berufsparcours erstmals beim Ausbildungsverbund

Prall gefüllt ist auch der Messekalender von Scheidt & Bachmann. Mit seinen fünf Geschäftsbereichen und zahlreichen Tochtergesellschaften ist das Systemhaus auf den unterschiedlichsten Fachmessen vertreten. Der „Global Player“ beginnt das Jahr auf der „AutoZum“ in Salzburg, einer internationalen Fachmesse für Autowerkstatt- und Tankstellenausstattung (18. bis 21. Januar). Die „Transport Ticketing Global Conference“ in London findet ebenfalls noch im Januar statt. Weiter geht es dann im März mit der „PIE Show“ in Rosement, USA. Apropos Amerika: Selbst in Südamerika werden die Mönchengladbacher Flaggen hoch gehalten: Auf der Tecnotextil Brasil Sao Paulo stellt Reiners + Fürst aus (25. – 28. April). Die brasilianische Stadt ist auch Schauplatz der „Outlook Lain America“, bei der UNGRICHT Station machen wird.

Für ATB Schorch ist eine wichtige Messe die Norshipping in Oslo (30. Mai – 2. Juni), aber auch die Iran Oil Show in Teheran (6. – 9. Mai), die „Testing Expo“ in Shanghai (24. August – 26. September) und die ADIPEC in Abu Dabi (7. – 10. November). Die Messen sollen das Geschäft des Motorenherstellers ankurbeln. Dörries Scharmann ist ebenfalls stark in Asien vertreten. Der Werkzeugmaschinenbauer präsentiert sich unter anderem auf der IMTEX in Bangalore/Indien (26. Januar – 1. Februar), der CIMT in Peking (17. – 22. April) und der AMB in Teheran (23. – 26. Mai), aber auch die EMO in Hannover ist in diesem Jahr ein Pflichttermin. Die Weltleitmesse für die Metallbearbeitung öffnet vom 18. – 23. September ihre Türen. Auch die SMS group wird hier Präsenz zeigen! SMS ist ebenfalls auf zahlreiche Messen rund um den Globus vertreten. Von der MetalForm China (Shanghai, September) über die die ALUMINIUM USA (Tennesse, Oktober) bis zur Metal Expo in Moskau (November) spannt sich der Bogen für den Anlagenbauer. Sowohl SMS als auch ATB Schorch stellen übrigens auch auf der Hannover Messe aus. Die Leitmesse für die Industrieautomation findet vom 24. bis zum 28. April statt. Partnerland ist in diesem Jahr Polen. Bereits seit Gründung der Hannover Messe im Jahr 1947 ist die Fritz Driescher KG aus Wegberg als Aussteller mit dabei. Der Hersteller von Last- und Leistungsschalteranlagen ist mit vielen Mitarbeitern vor Ort, um bestehende Kontakte zu vertiefen und neue Kontakte zu knüpfen.

Interpack und Techtextil

Weitere Messehighlights in Deutschland sind die Techtextil in Frankfurt (9. – 12. Mai) und die Interpack in Düsseldorf vom 4. bis 10. Mai 2017. Die alle drei Jahre stattfindende Interpack ist die bedeutendste Messe für Verarbeitungs- und Verpackungsmaschinen. Für die Viersener Robert Bosch GmbH ist diese Messe ein absolutes „Muss“, zumal die Entfernung den Viersenern in die Karten spielt. Wer sich direkt vor Ort die Produktion anschauen möchte, braucht nicht lange zu fahren. Ein entsprechender Pendelverkehr wird eingerichtet. Die alle zwei Jahre stattfindende Techtextil ist eine Leitmesse für Technische Textilien und Vliesstoffe und wird von den Textilmaschinenbauern A. Monforts Textilmaschinen und Trützschler besucht. Und wer ist hier auch dabei? Na klar, natürlich UNGRICHT!

Metall- und Elektroindustrie macht Technik erlebbar

Zahlreiche Angebote für Schülerinnen und Schüler

Im neuen Jahr wird die Unternehmerschaft der Metall- und Elektroindustrie zu Mönchengladbach e.V. (UME) zusammen mit ihren Mitgliedsunternehmen noch stärker auf den Nachwuchs zugehen. Neben der beliebten Schülerfahrt zur Hannover Messe und dem Berufsparcours macht auch der M+E-Infotruck wieder Station in Mönchengladbach. Koordiniert werden die Angebote wie gehabt in Kooperation mit dem zdi-Zentrum Mönchengladbach.

„Die Metall- und Elektroindustrie muss noch stärker auf den Nachwuchs zugehen und auf ihr Angebot aufmerksam machen. Nur so können wir den Schülerinnen und Schülern zeigen, wie interessant und vielseitig die Branche ist und wie gut die Karrierechancen sind“, betont UME-Geschäftsführer Reinhold Schneider. Wie erfolgreich die Nachwuchsrekrutierung sein kann, zeigte die M+E-Schülerwoche bereits im letzten Jahr. „Das Feedback seitens der Lehrer- und Schülerschaft, aber auch von den Unternehmen, war super“, so Schneider. Deswegen wurde auch für 2017 ein pralles Paket an Angeboten geschnürt!

Berufsparcours erstmals beim Ausbildungsverbund

Los geht es bereits am Dienstag, 7. Februar. Von 8.00 bis 14.00 Uhr wird erstmals in der Lehrwerkstatt des Ausbildungsverbundes Mönchengladbach der Berufsparcours mit 12 Unternehmen stattfinden. Beim Berufsparcours in der Gesamtschule Volksgarten konnten im letzten Jahr insgesamt 336 Schülerinnen und Schüler der Klassen 9 und 10 aus unterschiedlichen Gesamt-, Haupt- und Realschulen einen Vormittag lang verschiedene Berufsbilder praktisch ausprobieren. Es werden Prüfberichte erstellt, Elektroschaltungen aufgebaut, Lötübungen durchgeführt und Motorenklemmbretter montiert. Das Interesse ist riesengroß: Mit 360 Teilnehmern ist diese Veranstaltung bereits ausgebucht.

Ingenieur- und Ausbildungstag

Zwei Tage später haben 20 Oberstufenschüler die Möglichkeit, beim „Business-Tag Ingenieurwesen“ die Unternehmensstrukturen und Tätigkeitsfelder bei den Maschinenbauern Trützschler und SMS group kennenzulernen. Am 10. Februar wird bei ATB Schorch und bei GE Grid die Ausbildung fokussiert. Maximal 12 Teilnehmer aus neunten und/oder zehnten Klassen lernen in der Lehrwerkstatt M+E-typische Ausbildungsberufe kennen und kommen mit Ausbildern und Azubis ins Gespräch. Ein fixer Termin im Schüler- und Lehrerkalender ist die von der Unternehmerschaft gesponserte Schülerfahrt zur Hannover Messe. Am 25. April besuchen rund 60 Oberstufenschüler die Leitmesse für Industrieautomation und IT, Energie- und Umwelt sowie Produktionstechnologie.

M+E-Infotruck und Longboard-Kurs

Vom 26. bis 30. Juni kann nach vorheriger Anmeldung der M+E-Infotruck auf dem Gelände des SMS-Businessparks besucht werden. Auf der über 80 m² großen Präsentationsfläche des zweigeschossigen Trucks lernen Jugendliche an M+E-typischen Arbeitsplätzen technische Zusammenhänge kennen. Angeboten werden Gruppenführungen im 90-Minuten-Takt für maximal 35 Jugendliche. Die gesamte Veranstaltung ist anerkannt als Berufsfelderkundung. In der gleichen Woche bietet der Ausbildungsverbund auch wieder seine beliebten Longboard- und Balance Bot-Kurse an. Die Plätze für die Longboard- und die Balance Bot-Kurse werden ab dem 11. Februar vergeben.

Mehr Infos zu allen Angeboten und Anmeldungen gibt es auf den Webseiten der Unternehmerschaft unter www.ume-mg.de und des zdi-Zentrums unter www.zdi-mg.de.

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Fotos: Beim Berufsparcours darf geprüft, geschraubt und gelötet werden!

Kooperation mit Hochschule Niederrhein

Studierende besuchen Monforts-Technikum

Studierende des fünften Semesters des Fachbereichs Textil- und Bekleidungstechnik der Hochschule Niederrhein waren jetzt im Monforts-Technikum an der Blumenberger Straße zu Gast. In Begleitung von Prof. Dr. Maike Rabe, Leiterin des hochschuleigenen Forschungsinstitutes (FTB), und Prof. Dr. Mathias Muth erfuhren die Studierenden des Studiengangs „Textile Technologien“ bei der A. Monforts Textilmaschinen Gmbh & Co. KG mehr über das weltweite Betätigungsfeld des Textilmaschinenbauers und neue Möglichkeiten der Energieeinsparung bei Trocknungsprozessen.  

„Die Studierenden lieben diese Exkursionen“, erklärt Prof. Dr. Maike Rabe. Einmal im Jahr führt die FTB-Leiterin ihre Studentinnen und Studenten in das Monforts-Technikum. Auch Robert Heinze war einst ein Besucher. Mittlerweile hat er seinen Bachelorstudiengang abgeschlossen und arbeitet seit Oktober 2016 für Monforts. „Ich werde gerade eingearbeitet. Technologie und Vertrieb sind meine Schwerpunkte“, berichtet der Neuzugang, der nächste Woche erstmals zum Kundenbesuch nach Indien fliegt. „Wer im Vertrieb arbeitet, muss reisefreudig sein. Ich freue mich auf den ersten Auslandsaufenthalt“, betont der Hochschul-Absolvent. Daria Hoß-Denißen ist noch nicht ganz so weit. Sie ist im Unternehmen in Teilzeit angestellt und macht parallel ihren Master an der Hochschule. Schon die Bachelorarbeit schrieb sie hier. Die Masterarbeit wird sich mit der Optimierung von Beschichtungen bei PTFE-Materialien beschäftigen: „Hier bei Monforts sind die Voraussetzungen ideal!“

Eva Ständer und Julia Flörsch besuchen das Unternehmen indes zum ersten Mal: „Einige Technologien haben wir schon in der Vorlesung kennengelernt. Aber hier erfahren wir, wie dieses Wissen in der Praxis umgesetzt wird.“ Ein späteres Engagement beim Textilmaschinenbauer können sich beide gut vorstellen. Monforts-Prokurist Klaus A. Heinrichs stellte das Unternehmen in einleitenden Worten vor. Danach übernahmen die Ingenieure das Kommando. Kurt van Wersch stellte beispielsweise vor, wie wichtig Einspareffekte in Trocknungs- und Veredlungsprozessen sind. „Wir arbeiten in einer energieintensiven Branche. Mit modernsten Maschinen sind Energieeinsparungen von bis zu 80 Prozent möglich. Wie das möglich ist, konnten wir den Studierenden heute aufzeigen.“

Das Advanced Technology Center (ATC)

Das Monforts-Textiltechnikum, das so genannte Advanced Technology Center (ATC), ist mit seinen 1.500 Quadratmetern und drei voll funktionsfähigen Anlagen zum Färben, Ausrüsten und Beschichten in dieser Größe weltweit einzigartig. Regelmäßig werden hier Warenversuche für Monforts-Kunden durchgeführt und intensiv nach neuen Verfahren geforscht. Aufgrund einer intensiven Kooperation mit der Hochschule Niederrhein können hier Studierende Bachelor- und Masterarbeiten schreiben und unter realen Bedingungen Versuche durchführen. Monforts hat rund 2,5 Millionen Euro in das Textiltechnikum investiert.

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Anhängendes Bild:

  • Die Studierenden der Hochschule Niederrhein im Monforts-Technikum.

Landesbestenehrung

Sechs Landesbeste aus der Metall- und Elektroindustrie

Insgesamt 265 von rund 75.000 Auszubildenden haben in 2016 ihre Berufsausbildung in IHK-Berufen mit der Note „sehr gut“ abgeschlossen. Sechs von ihnen kommen aus Mitgliedsunternehmen der Unternehmerschaft der Metall- und Elektroindustrie zu Mönchengladbach e.V. Dass die Ausbildungsstätte bei Scheidt & Bachmann zu den Besten des Landes gehört, beweist die Landesbestenehrung. Mit Florian Wellens, Tobias Wiedenfeld (jeweils Elektroniker für Geräte und Systeme) und Dominik Prell (Fachkraft für Metalltechnik) gehörten gleich drei Absolventen zu den Geehrten.  Vor mehr als 1.000 Gästen wurden in der Tonhalle Düsseldorf außerdem Kevin Langen als Fachkraft für Metalltechnik (GE Grid), Produktionstechnologe Philipp Risko (Dörries Scharmann) und Industriemechaniker Jonathan Gaier (Robert Bosch) geehrt.

4.11.2016  Duesseldorf  IHK DIE BESTEN © Copyright  Fotograf  Paul Esser  0177 2191545 verwertung der fotos durch dritte, in medien, werbung und internet ist honorarpflichtig.

4.11.2016 Duesseldorf IHK DIE BESTEN
© Copyright Fotograf Paul Esser 0177 2191545
verwertung der fotos durch dritte, in medien, werbung und internet ist honorarpflichtig.

Foto: Die Geehrten aus dem Kammerbezirk der IHK Mittlerer Niederrhein

25. Bestenehrung der Unternehmerschaft

57 Azubis mit „sehr guter“ Abschlussprüfung

Zum 25. Mal ehrte die Unternehmerschaft der Metall- und Elektroindustrie die Auszubildenden ihrer Mitgliedsunternehmen, die in diesem Jahr ihre Abschlussprüfung mit mindestens einer „sehr guten“ Prüfungsnote in beiden Prüfungsteilen abgeschlossen hatten. Obwohl zeitgleich auch die Landesbestenehrung stattfand, begrüßte der UME-Vorsitzende Albrecht Driescher 29 der insgesamt 57 Jahrgangsbesten.

Die anspruchsvolle Ausbildungs- und Prüfungsordnung macht es nicht leicht, ein „sehr gut“ zu bekommen. „Nur wer in den jeweiligen Bereichen eine außergewöhnliche Leistung zeigt, kann dieses Ergebnis erreichen“, betonte Driescher bei der Ehrung. Für den UME-Vorsitzenden haben sich die Jahrgangsbesten eine ausgezeichnete Startposition für ihr Berufsleben geschaffen. „Vielleicht sieht man den einen oder anderen bei uns wieder. Das Bildungswerk der Unternehmerschaft bietet nämlich auch Industriemeisterausbildungen und REFA-Kurse an.“

Als Geschenk überreichte Driescher den Geehrten neben einer Urkunde das Buch „Math up your life“ von Christian Hesse. Das Werk zeigt – nahezu formelfrei – in kleinen Häppchen, dass Mathematik so witzig und aberwitzig ist wie das Leben. Die Unternehmerschaft der Metall- und Elektroindustrie zu Mönchengladbach e.V. vertritt als regionaler Arbeitgeberverband die Interessen von annähernd 60 Mitgliedsfirmen mit rund 13.000 Beschäftigten.

Die Geehrten kommen aus den Unternehmen:

  • Robert Bosch GmbH, Werk Viersen
  • Fritz Driescher KG, Wegberg
  • GE Grid GmbH
  • Dr. Hahn GmbH & Co. KG
  • Hoya Lens Deutschland GmbH
  • HUECK Design GmbH
  • Scheidt & Bachmann GmbH
  • SMS group GmbH
  • Trützschler GmbH & Co. KG

Bild Bestenehrung 2016 klein

Anhängendes Bild: Gruppenbild der Besten mit Albrecht Driescher, Vorsitzender der Unternehmerschaft der Metall- und Elektroindustrie zu Mönchengladbach e.V.

 

ITMA ASIA

Gladbacher präsentieren Neuentwicklungen in Asien

Auf der alle zwei Jahre stattfindenden Gemeinschaftsmesse ITMA ASIA / CITME im chinesischen Shanghai waren auch Mönchengladbachs weltweit führende Textilmaschinenbauer Trützschler und A. Monforts Textilmaschinen mit eigenen Präsentationsflächen vertreten. Rund 100.000 Fachbesucher aus allen Bereichen der globalen Textilindustrie informierten sich über die Neuentwicklungen der Branche.

Trützschler war mit vier Geschäftsbereichen in Shanghai vertreten und präsentierte sich auf einem 550 Quadratmeter großen Stand. „Auf der ITMA Asia stehen traditionell die Maschinen und Technologien im Mittelpunkt, die für den asiatischen Markt entscheidend sind“, so Trützschler-Marketingleiter Hermann Selker. TRUETZSCHLER SPINNING präsentierte in Shanghai zum ersten Mal die neue Karde TC 10. Karden dienen im Prozess des Spinnens oder bei der Herstellung von Vliesstoffen der ersten Ausrichtung von losen Textilfasern zu einem verarbeitungsfähigen Faserband oder Flor. Die TC 10 wurde speziell für den asiatischen Markt entwickelt und setzt in Sachen Produktivität und Energieeffizienz neue Maßstäbe. Des Weiteren präsentierte der Weltmarktführer in der Spinnereivorbereitung die Streckengeneration TD 8 und einen so genannten Fremdteilausscheider mit drei Erkennungsmodulen zur Verbesserung der Effizienzleistung. TRUETZSCHLER NONWOVENS zeigte zum ersten Mal die neue Bastian Wicklertechnologie. Nur Truetzschler kann alle vier gängigen Verfestigungsarten (Spunlace, Vernadelung, Thermische und Chemische Verfestigung) aus einer Hand anbieten. Der dritte Themenschwerpunkt waren Anlagen für die Herstellung von Technischen Garnen und Teppichgarnen. Gezeigt wurde eine Technologie, wie aus recycelten Getränkeflaschen neue Teppichgarne entstehen. Der Geschäftsbereich TRUETZSCHLER CARD CLOTHING TCC präsentierte sich als führender Lieferant von Kardengarnituren für die Spinnerei und Vliesindustrie.

Für Trützschler war die Messe ein großer Erfolg, die Umsätze in Asien sind stabil. „Wir erwarten auch für 2017 keine Veränderungen“, so Selker. Für Produkte aus Mönchengladbach bleiben die Märkte in Vietnam, Bangladesh, Pakistan und die Türkei am wichtigsten. Die größten Märkte sind China und Indien. In beiden Ländern produziert Trützschler vor Ort.

Monforts verbessert Wärmerückgewinnung und Abluftreinigung

Monforts präsentierte auf der ITMA ASIA neue Maschinen für die Wärmerückgewinnung und Abluftreinigung, die mit den Montex Spannrahmenanlagen gekoppelt werden. Der neue „Eco Booster“ ist jetzt auch als Retrofit-Version für den Einbau auf vorhandenen Trocknern erhältlich. Automatisierte Reinigungsprozesse ermöglichen eine Wartung ohne Stillstandzeiten. Außerdem präsentierten die Mönchengladbacher die neuesten Timatec-Beschichtungsmodule. Das erst kürzlich von Monforts erworbene Unternehmen hat bereits erste Aufträge aus Italien, Deutschland, Mexiko und Kolumbien akquiriert. Monforts gehört zur chinesischen CHTC Fong`s Industries Group. Die Anlagen für Asien werden vornehmlich im chinesischen Produktionswerk Zhongshan gefertigt. Dort sind rund 700 Beschäftigte im Einsatz. Am Stammsitz in Mönchengladbach sind rund 100 Mitarbeiter beschäftigt, die nicht nur für die Konstruktion und Entwicklung, Stücklisten und Kundendienst der im Werk in Österreich gebauten Anlagen verantwortlich sind, sondern gleichzeitig auch für die optimalen Produktionsbelange der in China gefertigten Anlagen. Im Technologiezentrum in Mönchengladbach entwickelt das Traditionsunternehmen die Anlagen weiter und empfängt Kunden aus aller Welt zu textilen Warenversuchen auf den High-Tech-Anlagen.

 

Anhängendes Bild: Bild vom Trützschler-Stand auf der ITMA ASIA in Shanghai.

Bild ITMA ASIA 2016 klein

AV Ausbildungsverbund Mönchengladbach

Das duale Ausbildungssystem als Exportschlager

Das deutsche duale Ausbildungssystem wird weltweit geschätzt. Der AV Ausbildungsverbund Mönchengladbach GmbH war jetzt eine Woche in Jordanien zu Gast, um in einem Ausbildereignungskurs grundlegende Kompetenzen eines Ausbilders zu vermitteln. „Anlehnend an die Ausbildung der Ausbilder nach der Ausbildungsverordnung in Deutschland haben wir mit unserem jordanischen Partner Mamoun Al-Ashqar Business Development Consultant und der IHK Mittlerer Niederrhein ein Curriculum entwickelt, das wir dann vor Ort in Amman umgesetzt haben“, so Frank Winkels, Leiter des Ausbildungsverbundes.

Die ersten sechs Teilnehmer kamen nicht nur aus dem Bereich Maschinenbau. Auch ein Pilot und eine Pflegerin nutzten das Angebot, um sich als Ausbilder in einer völlig neuen Art und Weise qualifizieren zu lassen. „In Jordanien wird Wissen überwiegend durch Frontalunterricht vermittelt. Die praktischen Übungen waren für die Teilnehmer eine ganz neue Erfahrung“, so Winkels. Genau deswegen schätzt Dr. Moussa Habib vom Ingenieurverband Amman das deutsche duale Ausbildungssystem: „Das ist genau das, was wir brauchen, um qualifiziert ausbilden zu können. Die Menschen, die bei uns die Hochschulen verlassen, haben ein theoretisches Wissen, aber keinerlei praktische Erfahrung. Deswegen haben wir Kontakt zu Deutschland aufgenommen und sind froh, über die IHK den Ausbildungsverbund gefunden zu haben.“

So mussten die angehenden Ausbilder beispielsweise erstmals in Rollenspielen bestimmte Situationen „durchspielen“. Auch für Frank Winkels, der mit seiner Gattin Ednana Hofmann-Winkels den Kurs leitete, war das eine ganz neue Erfahrung: „Zunächst haben wir die Teilnehmer aus der Reserve locken müssen. Als das Eis gebrochen war, waren alle hellauf begeistert. Diese Art der Wissensvermittlung hat alle positiv überrascht.“ Für die Deutschen war vor allen Dingen die englische Sprache eine Herausforderung. „Anfangs hatten wir zwar Befürchtungen, dass die Sprache ein Hindernis sein könnte. Diese Hürde war jedoch sehr schnell überwunden. Wir haben uns sehr gut verstanden“, erklärt Ednana Hofmann-Winkels.

Zusammenarbeit wird fortgesetzt

Die Deutschen sind mittlerweile wieder in ihr Heimatland zurückkehrt, aber der Kurs ist noch nicht beendet. Jetzt sollen die Teilnehmer in Amman in Schulungssituationen mit Auszubildenden gefilmt werden. „Via Skype werden wir dann die Situationen bewerten. Danach erhalten die Teilnehmer ein Zertifikat“, so der Leiter des Ausbildungsverbundes. Die Kooperation soll auch danach weiter fortgesetzt werden. „Es gibt Überlegungen, ob jetzt angehenden Ausbildern ein Deutschland-Besuch ermöglicht werden soll. Sie könnten bei uns in den Werkstätten trainieren.“ Darüber hinaus ist auch eine Fortsetzung des Engagements in Amman angedacht. „Die Woche hat unheimlich viel Spaß gemacht. Die Freundlichkeit der Menschen und das wunderschöne Land hat uns nachhaltig beeindruckt“, so Ednana Hofmann Winkels. Dr. Moussa Habib und Mamoun Al-Ashquar  sind fest davon überzeugt, dass beim nächsten Mal mehr Teilnehmer zusammenkommen: „Zunächst war das Marketing hierfür noch nicht so einfach. Aber die Erfahrungen, die die Teilnehmer gemacht haben, werden sich rumsprechen. Davon sind wir fest überzeugt!“

Bild  Das duale Ausbildungssystem als Exportschlager klein

Anhängendes Bild: Die Teilnehmer des Kurses in Amman mit AV-Ausbildungsleiter Frank Winkels (hinten 2.v.r.) und Ednana Hofmann-Winkels (1. Reihe, Bildmitte).

 

Fragen/Kontakt:

Frank Winkels

Leiter AV Ausbildungsverbund Mönchengladbach GmbH

Tel.:   02161 / 82128-11

frank.winkels@ausbildungsverbund-mg.de

www.ausbildungsverbund-mg.de