Bis zur letzten Woche konnten
Jugendliche kostenfrei Longboards in den Werkstätten des Ausbildungsverbunds
gestalten. Aufgrund der neuen Corona-Regeln, die seit 1. November gelten, sind
die Kurse jedoch vorerst gestoppt.
Longboard-Bau in den
Werkstätten des Ausbildungsverbunds – auch in Corona-Zeiten: Das war das Motto
bis zur vergangenen Woche. Da trafen sich im angebotenen Kurs noch sechs
Mädchen und ein Junge, um in sehr angenehmer Atmosphäre mit der Anleiterin
Silvia Winkels Ramos die Berufswelt zu erkunden: Arbeiten wie Sägen und
Schleifen – oder den Umgang mit Farbe kennenzulernen und gleichzeitig etwas für
den eigenen Gebrauch bauen zu dürfen.
Den Teilnehmern hat es großen
Spaß gemacht – doch aktuell ist das Projekt trotz vorbildlicher Einhaltung der
Corona-Regeln aufgrund der neuen Vorgaben und Restriktionen vorerst auf Eis
gelegt: Wann und wie es weitergeht, erfahren interessierte Schüler bei MGconnect
(https://mgconnect.de/home/), welche – mithilfe einer Finanzierung der zdi –
Berufsorientierung den Kurs in Corona-Zeiten möglich gemacht hat.
„Auch unter erschwerten
Bedingungen ist es wichtig, junge Menschen für unsere Berufsfelder zu
begeistern“, meint auch Frank Winkels, Ausbildungsleiter der Ausbildungsverbund
Mönchengladbach GmbH, und hofft, dass Schüler schon bald wieder Longboards in
den Werkstätten des AV bauen können.
Unter
Anleitung konnten die Teilnehmer des Kurses ihr eigenes Longboard gestalten –
und gleichzeitig den Umgang mit Werkzeugen und Farbe kennenlernen.
Direkte Ansprechpartner für
Presseanfragen:
Philipp
Weigelt, Tel.: 02161 / 82128-23, E-Mail: philipp.weigelt@ausbildungsverbund-mg.de
Neue Besen kehren gut – unter diesem
Motto wurden im Ausbildungsverbund Mönchengladbach gleich mehrere Maschinen
ausgetauscht, damit die Auszubildenen an Maschinen lernen können, die so auch
in der Industrie anzutreffen sind.
In der letzten Woche konnte
man tieffliegende Maschinen vor der Werkstatt der Ausbildungsverbund
Mönchengladbach GmbH beobachten: Grund war der Austausch der
Ausbildungsmaschinen im Bereich Zerspanung für Ausbildung und Umschulung. Mit
der schwergewichtigen Aktion will der AV die zukunftssichere Aufstellung für
seine Lernenden sicherstellen: „Eine gute Ausbildung braucht moderne
Ausbildungsmittel, die sich am Puls der Zeit orientieren“ meint Frank Winkels,
Ausbildungsleiter der Ausbildungsverbund Mönchengladbach GmbH. „Wir müssen
sicherstellen, dass unsere Lernenden möglichst mit den Maschinen und CNC
Steuerungen in unseren Werkstätten lernen, welche auch in den Werkstätten der
Industrie zu finden sind.“ so Frank Winkels weiter. „Mit den beiden CNC
Maschinen U 630 einem Fräsbearbeitungszentrum und TC 400, einer CNC
Drehmaschine der Firma Spinner kann der AV nun diesem Anspruch auch in der
Zukunft gerecht werden“, ergänzt die geschäftsführende Gesellschafterin des AV,
Vera Kamlowski.
Neben der Programmierung auf
einer hochmodernen Siemens-CNC-Steuerung sind diese Maschinen natürlich auch
bestens für alle Schritte der Digitalisierung gewappnet. Berufe wie der Zerspanungsmechaniker,
Maschinen und Anlagenführer oder Industriemechaniker werden direkt an diesen
Maschinen ausgebildet. Aber auch der Technische Produktdesigner, Mechatroniker
oder Elektroniker werden so im Rahmen der Ausbildung, unter dem Stichwort
Digitalisierung von diesen hochmodernen Maschinen profitieren.
Eine Facharbeiterausbildung auf
höchstem Niveau ist so in den Werkstätten der AV Ausbildungsverbund
Mönchengladbach GmbH weiterhin sichergestellt und knüpft an die hochwertige
Ausbildung, welche bis 2015 unter Schlafhorst in Mönchengladbach entstanden
ist, nahtlos an.
Hintergrund
2015
war durch die Standortverlegung von Schlafhorst nach Übach-Palenberg, die
Ausbildungswerkstätten in den Besitz der Fam. Kamlowski übergegangen. Mit
dieser Modernisierung kommt Fam. Kamlowski ihrem Versprechen nach, den
Ausbildungsverbund in Mönchengladbach weiter zu entwickeln.
Kommt
eine Maschine geflogen: Die neuen Maschinen garantieren eine Ausbildung auf
höchstem Niveau – auch in Zukunft.
Freuen
sich über die neuen Maschinen (v.l.n.r.): Frank Winkels (Ausbildungsleiter AV),
Maik Widmer (Fa. Spinner), Thomas Schiffer (Ausbilder AV), Daniel Feldmann (Ausbilder
AV).
Insgesamt 14 Schülerinnen und Schüler
aus Mönchengladbacher Oberstufen konnten am Tag des Ingenieurstudiums fünf
Stunden lang praktisch und theoretisch erfahren, welche Karrierechancen bei
Mönchengladbacher Unternehmen der Metall- und Elektroindustrie bestehen – und welche
Anforderungen es zu meistern gilt.
Was
wäre die Welt ohne Ingenieure? Ohne sie gäbe es weder sichere und langlebige Häuser,
moderne, spritsparende Autos – noch technische Innovationen. Bereits zum fünften
Mal hatten Schülerinnen und Schüler aus den Oberstufen Mönchengladbacher
Schulen die Gelegenheit, am jährlich stattfindenden Tag des Ingenieurstudiums,
der in Kooperation mit dem zdi-Zentrum durchgeführt wird, einen tieferen
Einblick in die Ausbildungs- und Studienmöglichkeiten in der Metall- und Elektroindustrie
zu erhalten.
Nach
einem einleitenden Vortrag bei der SMS group und einer kurzen
Sicherheitseinweisung konnten die Interessenten auf einer Führung über das
Werksgelände in den Fertigungshallen sowie der Lehrwerkstatt ganz neue
Eindrücke sammeln. Wann sieht man im Leben schon mal einen Portalkran, der
locker 300 Tonnen anheben kann – oder Maschinenteile, die groß wie ein Haus
sind? Sichtlich beeindruckt konnten die Schüler und Schülerinnen so live erleben,
wie es sich anfühlen kann, für ein Unternehmen im Maschinen- und Anlagenbau zu
arbeiten.
Ganz
dicht dran waren die Teilnehmer auch bei einer praktischen Übung am Computer: Bei
der 3D-Konstruktion einer Lokomotive mit einem CAD-Programm waren eine schnelle
Auffassungsgabe, räumliche Vorstellungskraft und technisches Verständnis
gefragt.
Mit
einer abschließenden Feedback-Runde, bei der auch die letzten Fragen der Gäste
beantwortet werden konnten, schloss die Veranstaltung gegen 15 Uhr. Danach
traten die Schülerinnen und Schüler mit vielen Eindrücken und Informationen
sowie guten Tipps die Heimreise an. Einer lautete: Wenn ihr euch nicht sicher
seid, was ihr beruflich werden wollt: Macht Praktika! Dies ist die beste
Möglichkeit, tiefer in einen Berufszweig hineinzuschnuppern – ohne sich langfristig
zu binden. Zudem kann ein Praktikum auf bei der späteren Bewerbung sehr
hilfreich sein.
Die
nächste Gelegenheit, mehr über den Karrierestart als Ingenieur oder
Auszubildender zu erfahren, besteht am 26. September am Tag der Ausbildung bei
der SMS group.
Auf einen Blick
Der Business-Tag des Ingenieurstudiums
findet seit 2016 einmal im Jahr statt und ist ein Gemeinschaftsprojekt des
zdi-Zentrum Mönchengladbach (WFMG/MGconnect), der SMS group GmbH, der
Trützschler GmbH & Co KG, der Unternehmerschaft der Metall- und
Elektroindustrie zu Mönchengladbach e. V. und der Agentur für Arbeit. Wenn Sie
Ihr Unternehmen ebenfalls präsentieren möchten oder den Kontakt zu Schülern
suchen, wenden Sie Sich bitte an:
Schüler lernen beim Berufsparcours die
Vielfältigkeit der Ausbildung in der Metall- und Elektroindustrie kennen
Das Thema Fachkräftemangel beschäftigt
auch die Unternehmen der Metall- und Elektronindustrie in Mönchengladbach. Ein
Weg, dieser Herausforderung bereits im Vorfeld durch Aufklärung der besonderen
Art zu begegnen, ist der jährlich stattfindende Berufsparcours, der bereits zum
vierten Mal in der Lehrwerkstatt des Ausbildungsverbundes stattfand und über
industrienahe Berufsfelder informiert. Über 300 Schüler und Schülerinnen aus
Mönchengladbacher Haupt-, Real-, Gesamt- und Förderschulen hatten an
verschiedenen Stationen die Möglichkeit, in verschiedene Bereiche
hineinzuschnuppern, sich zu informieren – und versteckte Talente zu
entdecken.
Etwa 90 Prozent aller Jugendlichen wissen nicht, welche Ausbildungsberufe es in der Metall- und Elektroindustrie gibt – vor allem in der wichtigen Phase der Orientierung. Dafür wurde der „Berufsparcours“ ins Leben gerufen: Seit 2012 kooperiert METALL NRW als Verband der M+E Industrie mit dem Technikzentrum Minden-Lübbecke, um standortübergreifend rund 30 Berufsparcours in ganz Nordrhein-Westfalen durchzuführen. Der Mönchengladbacher Berufsparcours bietet dabei einen besonders spannenden Einblick in die Ausbildung, da dieser nicht in einem Schulumfeld – sondern in einer Lehrwerkstatt stattfindet. Neben den Azubis, Ausbildern und Ausbildungsleitern der teilnehmenden Unternehmen halfen auch die Azubis des Ausbildungsverbundes motiviert mit. In geführten Gruppen ging es für die Schülerinnen und Schüler durch insgesamt zehn Stationen in der Lehrwerkstatt.
Die
Unternehmerschaft der Metall- und Elektroindustrie stellte in einem Video die
vielfältigen Ausbildungsberufe wie beispielsweise Zerspanungsmechaniker,
Industriekaufmann und Mechatroniker vor. Anschließend hatten die SchülerInnen
die Gelegenheit, Fragen zu stellen.
Bei
der Station der Agentur für Arbeit wurde anhand von zwei Werkstücken, die
stellvertretend für die Metall- sowie die Elektroindustrie stehen, die Antwort
auf die Frage „Welche Fähigkeiten/ Fertigkeiten werden für die Branchen
benötigt?“ mit den Schülerinnen und Schülern gemeinsam erarbeitet: Räumliches
Denken, Feinmotorik – aber auch gute Noten in klassischen Fächer wie
Mathematik, Informatik oder Physik sind unter anderem wünschenswert – und
wichtig.
Auch
die praktischen Fertigkeiten der TeilnehmerInnen wurden vielfältig auf die
Probe gestellt: Handwerkliches Geschick
war unter anderem bei der Station der SMS group gefragt. Hier sollten die
TeilnehmerInnen nach einem Bauplan Einzelteile zu einer Lokomotive
zusammenbauen. Auch der Umgang mit dem Lötkolben – etwa bei Trützschler – war
für viele Schüler und Schülerinnen eine Premiere und das erfolgreiche Ergebnis
hat den einen oder anderen sichtlich stolz gemacht.
Der
Umgang mit einem Messschieber war eine weitere praktische Station des Parcours (bei
Fa.Otto Fuchs, Dülken) – ebenso wie das Zusammensetzen von vielen Einzelteilen
nach Plan zu einem fertigen Modellauto oder das Biegen und Löten eines
Hubschrauberrotors beim Ausbildungsverbund.
Dazu
befragt, hatten viele Schüler und Schülerinnen zu Beginn des Parcours noch
keine konkrete Vorstellung, was sie später einmal beruflich machen möchten. Hier
konnte der Berufsparcours den TeilnehmerInnen helfen, selbst zu erfahren, welche
Anforderungen ein IT-Systemelektroniker, Industriemechaniker oder Maschinen-
und Anlagenführer erfüllen muss – und damit einen wichtigen Beitrag für die
zukünftige berufliche Orientierung leisten.
Für
alle TeilnehmerInnen gleichermaßen überraschend: Die Vielfalt an
Ausbildungsberufen, die die Metall- und Elektroindustrie in Mönchengladbach
bietet. Von Büroarbeit, Mechanik, Elektrik und Elektronik bis hin zu
Produktdesign und Programmierung: Die Facetten sind vielzählig und es gibt noch
zahlreiche freie Ausbildungsstellen für die begehrten Berufe, die darüber
hinaus mit einer attraktiven Ausbildungsvergütung sowie den höchsten
Einstiegsgehältern punkten können: Nach der Ausbildung liegt das Bruttogehalt
bei über 3.000 Euro.
Am
Berufsparcours mitgewirkt haben die Unternehmen ATB Schorch, Otto Fuchs Dülken,
Trützschler, Scheidt & Bachmann, SMS group, das zdi-Zentrum, die
Unternehmerschaft der Metall- und Elektroindustrie zu MG sowie der AV
Ausbildungsverbund. Eine Beratungsstelle der Agentur für Arbeit vervollständigte
den Parcours.
Auf einen Blick
Der Berufsparcours wird einmal pro Jahr
von der Unternehmerschaft der Metall- und
Elektroindustrie zu Mönchengladbach
e.V., dem zdi-Zentrum, dem Schulamt der Stadt Mönchengladbach und dem
Technikzentrum Minden-Lübbecke durchgeführt. Die Unternehmerschaft vertritt
als regionaler Arbeitgeberverband die Interessen von rund 60 Mitgliedsfirmen
mit 13.000 Beschäftigten.
Anhängende
Bilder:
Bringt nicht nur LEDs zum Leuchten: Bei der Übung der Firma
Trützschler konnten die TeilnehmerInnen den Umgang mit dem Lötkolben üben und
das Ergebnis gleich ausprobieren.
Hier kommt es auf jeden Millimeter an: Bei der Station der Otto
Fuchs GmbH Dülken haben die TeilnehmerInnen mit Hilfe eines Messschiebers ein
Werkstück vermessen.
Ohne abzuheben: In der Metallwerkstatt des AV Ausbildungsverbund
wurden die Rotorblätter eines Drahthelikopters gebogen und gelötet.
Unternehmerschaft zeichnet zwei Abschlussarbeiten aus
Bereits seit vielen Jahren würdigt die Unternehmerschaft der Metall- und Elektroindustrie zu Mönchengladbach e.V. (UME) herausragende Abschlussarbeiten des Fachbereichs Elektrotechnik /Informatik der Hochschule Niederrhein. Diesmal wurden die beiden Absolventen Charline Stangier und René Steffens mit dem begehrten Preis ausgezeichnet.
Zwei der bedeutenden Themen unserer Gegenwart sind unsere Umwelt sowie IT-Sicherheit. Wie können diese Bereiche verbessert und optimiert, wie sicherer und nachhaltiger gestaltet werden? Mit dieser komplexen Materie haben sich die beiden Absolventen der Hochschule Niederrhein, Charline Stangier und René Steffens in ihren Abschlussarbeiten auseinandergesetzt und damit die Jury der Unternehmerschaft von ihren hervorragenden Leistungen überzeugt.
Der UME-MG-Preis des Jahres 2019 geht somit an die beiden Absolventen der Hochschule Niederrhein, Charline Stangier und René Steffens: Stangier hat sich mit ihrer Bachelorarbeit unter dem Titel „Risikobasierte Betrachtung der IT-Security für die führenden Leitsysteme der verfahrens- und kraftwerkstechnischen Industrie“ mit Sicherheitslücken bei ferngewarteten und -gesteuerten Industrieanlagen befasst, um zukünftige Hackerangriffe auf diese wichtigen Ziele zu erschweren. Mit seiner Masterarbeit zum Thema „Design, Implementierung und Validierung einer automatisierten universellen Testarchitektur für Windenergie-Konverter mit Hardware-in-the-Loop-Systemen“, konnte René Steffens einen wichtigen Beitrag für umweltfreundliche Energieerzeugung bei der Projektierung von zukünftigen On- und Offshore-Windenergieanlagen leisten. Überreicht wurde der Preis vom Vorsitzenden der Unternehmerschaft, Albrecht Driescher.
Mit dem UME-MG-Preis fördert die Unternehmerschaft als regionaler Arbeitgeberverband seit Jahren den Nachwuchs aus dem Bereich Elektrotechnik und Informatik. Eine offizielle Würdigung der beiden Preisträger im feierlichen Rahmen wird im Mai kommenden Jahres stattfinden.
Bild 1: Albrecht Driescher (links), Vorsitzender der Unternehmerschaft, überreicht René Steffens und Charline Stangier Preise für deren Abschlussarbeiten.
Bild 2: Die Jury und die Preisträger (v.l.n.r.): Albrecht Driescher, Vorsitzender der Unternehmerschaft, M. Eng. René Steffens, B. Eng. Charline Stangier, Burkard Ungricht, stellv. Vorsitzender der Unternehmerschaft, Prof. Dr. Jost Göttert, Prof. Dr.-Ing. Jens Brandt.
1919 bis 2019: Eine hundertjährige Erfolgsgeschichte
Seit 100 Jahren steht die Unternehmerschaft der Metall- und Elektroindustrie Mönchengladbach als Arbeitgeberverband seinen Mitgliedern aktiv zur Seite. Am Donnerstag, den 16. Mai, fand die Jubiläumsfeier im Kunstwerk Wickrath mit über 250 geladenen Gästen aus Wirtschaft und Politik statt.
Mit einer kurzen Reise durch 100 Jahre Verbandsgeschichte leitete der Vorsitzende des Unternehmerverbandes, Albrecht Driescher, die Feierlichkeiten ein und unterstrich in seiner Rede die Bedeutung der Metall- und Elektroindustrie am Standort Mönchengladbach. Zudem gab Driescher die Gründung der UME-Stiftung bekannt, deren Zweck vor allem die Förderung von Fort- und Weiterbildung in den technischen und naturwissenschaftlichen Berufen der Metall- und Elektroindustrie sein wird.
Der Auftaktrede des Vorsitzenden Driescher folgte das Grußwort von Mönchengladbachs Oberbürgermeister Hans Wilhelm Reiners – der ebenfalls auf den Wert der Metall- und Elektroindustrie in Mönchengladbach hinwies sowie die Verbandsarbeit der Unternehmerschaft in seiner Ansprache würdigte.
Ein Kernpunkt der Veranstaltung war die Festansprache von Arndt G. Kirchhoff (Präsident von METALL NRW und unternehmer nrw, Geschäftsführender Gesellschafter der KIRCHHOFF-Gruppe und CEO der KIRCHHOFF Holding GmbH & Co. KG): Er unterstrich die Wichtigkeit und Chancen des Wirtschaftsstandorts Europa im weltweiten Markt – und zeigte die aktuellen Herausforderungen auf. In diesem Kontext wies Kirchhoff auch noch einmal auf die Bedeutung der bevorstehenden Europawahl am 26. Mai hin.
Zwischen den Ansprachen sorgten musikalisch das Orchester OPUS 125 sowie die Moderation von Marion Cürlis (radio NRW) für den festlichen Rahmen. Die Veranstaltung schloss mit einem gemeinsamen Essen – und reichlich Raum für aktive Netzwerkgespräche.
Für großes Interesse sorgte auch die Präsenz einer der insgesamt zehn Infotrucks der Metall- und Elektroindustrie vor dem Kunstwerk Wickrath: Die modernen Trucks sind 200 Tage im Jahr deutschlandweit unterwegs, um Schülern die praktischen Anwendungen und Möglichkeiten der vielfältigen Ausbildungsberufe in der Metall- und Elektroindustrie zu zeigen.
Nach der Veranstaltung konnte sich jeder Gast über ein Geschenk freuen: Thematisch passend, erhielt jeder ein Trinkgefäß aus Metall – den UME to go – Thermobecher: Praktisch, nützlich, immer präsent, wie die Unternehmerschaft der Metall- und Elektroindustrie selbst.
Ausbildung in der Metall- und Elektroindustrie: Beim Schnuppertag viele Facetten der Berufe kennen lernen
Etwa 90 Prozent aller Jugendlichen wissen nicht, welche Ausbildungsberufe
es in der Metall- und Elektroindustrie gibt. Dafür wurde der „Berufsparcours“ ins Leben gerufen, der jetzt zum dritten Mal in der Lehrwerkstatt des Ausbildungsverbundes über industrienahe Berufsfelder informierte. Insgesamt 280 Schülerinnen und Schüler aus den Mönchengladbacher Haupt-, Real-, Gesamt- und Förderschulen hatten an verschiedenen Stationen die Möglichkeit, in verschiedene Bereiche hineinzuschnuppern, sich zu informieren – und auszuprobieren.
Seit 2012 kooperiert METALL NRW als Verband der M+E Industrie mit dem Technikzentrum Minden-Lübbecke, um standortübergreifend rund 30 Berufsparcours in ganz Nordrhein-Westfalen durchzuführen. Der Mönchengladbacher Berufsparcours bietet dabei einen besonders spannenden Einblick in die Ausbildung, da dieser nicht in einem Schulumfeld – sondern in einer Lehrwerkstatt stattfindet. Neben den Azubis, Ausbildern und Ausbildungsleitern der teilnehmenden Unternehmen halfen auch die Azubis des Ausbildungsverbundes motiviert mit. In geführten Gruppen ging es für die Schülerinnen und Schüler durch mehrere Stationen in der Lehrwerkstatt.
Bei der Station der Fa. Dr. Hahn wurde beispielsweise die Antwort auf die Frage „Was machen eigentlich Industriekaufleute?“ mit den Schülerinnen und Schülern gemeinsam erarbeitet. Für alle Jugendlichen ein interessanter Aspekt: Nach dieser Ausbildung bietet sich die Chance, sich den Bereich auszusuchen, der am meisten Spaß macht: Marketing? Personalabteilung? Oder doch in der Produktion? Industriekaufleute sind überall gesucht! Auch an die praktischen Fertigkeiten der Teilnehmer richteten sich viele Angebote: Beispielsweise im Bereich Elektrotechnik bei einer Station von TAS: Hier hatten die Schülerinnen und Schüler 15 Minuten Zeit, eine Wechselschaltung zu realisieren. Eine ähnliche Station bot auch Trützschler: Hier konnten die Interessierten mit einem Lötkolben üben.
Der Umgang mit einem Messschieber war ebenfalls eine praktische Station des Parcours (bei Fa. Otto Fuchs Dülken) – ebenso wie das Zusammensetzen von vielen Einzelteilen nach Plan zu einem fertigen Modellauto beim Ausbildungsverbund. Bei allen Stationen kam es vor allem auf technisches Verständnis, logisches Denken und Fingerfertigkeit an. Eine gute Gelegenheit für die Teilnehmer, selbst zu erfahren, welche Anforderungen ein IT-Systemelektroniker, Industriemechaniker oder Maschinen- und Anlagenführer erfüllen muss.
Für alle Teilnehmer gleichermaßen überraschend: Die Vielfalt an Ausbildungsberufen, die die Metall- und Elektroindustrie in Mönchengladbach bietet. Von Büroarbeit, Mechanik, Elektrik und Elektronik bis hin zu Produktdesign und Programmierung: Die Facetten sind vielzählig und es gibt noch zahlreiche freie Ausbildungsstellen für die begehrten Berufe.
Am Berufsparcours mitgewirkt haben die Unternehmen ATB Schorch, Otto Fuchs Dülken, Dr. Hahn, Trützschler, Telefonbau Artur Schwabe, Scheidt & Bachmann, SMS group sowie der AV Ausbildungsverbund. Eine Beratungsstelle der Agentur für Arbeit vervollständigte den Parcours.
Auf einen Blick
Der Berufsparcours wird einmal pro Jahr von der Unternehmerschaft der Metall- und
Elektroindustrie zu Mönchengladbach e.V., zdi-Zentrum, Schulamt der Stadt Mönchengladbach und Technikzentrum Minden-Lübbecke durchgeführt. Die Unternehmerschaft vertritt als regionaler
Arbeitgeberverband die Interessen von rund 60 Mitgliedsfirmen mit 13.000 Beschäftigten.
Weltweite Ausstellungen: MGs Unternehmen sind 2019 auf den wichtigsten Messen vertreten
Auch 2019 sind die Mönchengladbacher Unternehmen der Metall- und Elektroindustrie weltweit unterwegs, um auf Messen und Konferenzen ihre Produkte und Dienstleistungen vorzustellen. Zu den größeren Messen in diesem Jahr gehören die Hannover Messe (April), die ITMA (Juni) sowie die EMO Hannover (September). Bei den hiesigen Maschinenbauern stehen in diesem Jahr jedoch auch die kleineren und auf die jeweiligen Zielgruppen fokussierten Fachmessen hoch im Kurs.
Das Messejahr 2019 ist bereits in vollem Gange – und in den nächsten Wochen stehen im kurzgetakteten Rhythmus viele Messen weltweit im Fokus der Gladbacher Metall- und Elektroindustrie. Im Februar sind die deutschen Messe-Standorte am Start: High-Tech-Werkzeugmaschinenbauer Starrag Technology ist vom 5. bis 8. Gast auf der INTEC in Leipzig, der Materialfluss-Automatisierer Vanderlande stellt vom 19. bis 21. Februar seine Produkte auf der LOGIMAT in Stuttgart vor. Für Effertz Rolltore ist die Feuertrutz in Nürnberg, Europas Leitmesse für den vorbeugenden Brandschutz, vom 20. bis 21. Februar eine wichtige Fachmesse.
Global Player: Scheidt & Bachmann mit 15 weiteren Terminen weltweit
Im März ist Starrag bereits auf der nächsten Messe „Industry Lyon“ vom 5. bis 8. in Frankreich unterwegs. Messe-Marathonläufer Scheidt & Bachmann präsentiert sich mit seinen fünf Geschäftsbereichen, zahlreichen Tochtergesellschaften sowie seinen Lösungen unter anderem vom 11. bis 14. März auf der PIE Show 2019 (Rosenmont / USA) sowie auf der 4th Annual Aerotropolis in Bangkok vom 20. bis 21. März. Als Spezialist für hochwertige Pressbleche, Presspolster und Dekore zeigen die Entwicklungs- und Fertigungs-Experten der Hueck Rheinische ihre Lösungen in Indien (Dehli Wood, 13.3. – 16.3.). Hierzulande sind im März der Maschinenbauer Sempell (DIAM /Leipzig, 13. – 14.3.) sowie Vanderlande auf dem deutschen Materialkongress (München, 21. – 22.3.) sowie dem Handelslogistikkongress in Köln (26. – 27.3.) präsent.
Heimspiel: Messe „MG zieht an“ im April
Am 1. April startet mit der Hannover Messe die Weltleitmesse der Industrie für Investitionsgüter. Auf dem weltweit größten Messegelände sind 6.500 Austeller aus 73 Ländern vertreten. Darunter – wie jedes Jahr – die Fritz Driescher Spezialfabrik für Elektrizitätswerksbedarf, Wegberg, sowie der Elektronik-Spezialist R&D Elektronik aus Wickrath. Die Messe endet am 5. April. Nahezu zeitgleich ist Scheidt & Bachmann auf der Parkex 2019 (Birmingham/GB, 2.4. – 4.4.) Aussteller. Überregionales Interesse findet auch die einzige Fachmesse in Mönchengladbach „MG zieht an“: Vom 11.April trifft sich die Textilbranche zwei Tage lang bereits zum elften Mal in den Räumen der Hochschule Niederrhein. Hier präsentieren sich Unternehmen entlang der textilen Wertschöpfungskette, vom Textilmaschinenbau über technische Textilien, Bekleidung und Mode bis hin zum Handel. Mit an Bord: Maschinen- und Anlagenhersteller für die Spinnerei und die Nonwoven-Industrie Trützschler. Der April schließt mit zwei Fachmessen in China: Hier stellen Starrag (CIMT Beijing, 15. – 20.4.) und Scheidt & Bachmann (9th Annual Shopping Mall Summit / Hongkong, 25. – 26.4) aus. Im Mai stehen erneut weitere Messestandorte in Deutschland im Fokus: Scheidt & Bachmann präsentiert zwei Tage lang auf der Tankstelle & Mittelstand in Münster ab dem 8.Mai, in Frankfurt ist Trützschler auf der Techtextil (14.-17.5.) Aussteller sowie Hueck Rheinische auf der Interzum vom 21. –25. in Köln. Die letzte wichtige Messe im Mai: die Metalloobrabotka in Moskau mit Starrag (27. – 31.5.).
Von Wiesbaden bis Anaheim
Während Starrag im Anschluss an die Messe in Moskau im Juni gleich zwei weitere Termine bestreitet (MACH Tool, Poznan/Polen vom 4.6. – 7.6. sowie Paris Air Show 17.6. – 23.6.), ist Scheidt & Bachmann in diesem Monat gleich auf vier Messen vertreten: PARKEN 2019 / Wiesbaden (5.-6.6.), IPI Show 2019 in Anaheim/USA (9.6. – 12.6.), UITP Global Public Transport Summit Stockholm (9.6. – 12.-6.) sowie der Parkooolis 2019 in Paris vom 19. Bis 20.Juni. Die letzte große Messe vor der Sommerpause: Die internationale Textilmaschinenausstellung ITMA in Barcelona. Sie hat sich im Laufe der letzten Jahre zur internationalen Leitmesse entwickelt. Aussteller aus 45 Ländern zeigen hier im Rhythmus von vier Jahren die neuesten Trends und Technologien der Branche. Auch der Spezialist für Spinnringe und Ringläufer Reiners + Fürst sowie Trützschler sind hier Aussteller.
Kurze Sommer-Verschnaufpause mit Messe-Endspurt im Herbst
Nach einer zweimonatigen Sommerpause öffnet die Weltleitmesse für die Metallbearbeitung EMO in Hannover vom 16. – 21. September ihre Pforten: Neben rund 2.000 Ausstellern aus dem Bereich Werkzeugmaschinen, Präzisionswerkzeuge und Automatisierungskomponenten sind auch R & D Maschinenbau sowie Starrag mit Ihren Produkten vertreten. Parallel dazu finden zeitgleich die Vietnam Wood (Ho Chi Minh) sowie der EPA Congress in Malaga statt (18. – 20.9.). Hier präsentieren sich Hueck Rheinische bzw. Scheidt & Bachmann. Letzterer ist Ende September (24.-27.9.) darüber hinaus noch auf der TRAKO in Danzig/Polen sowie auf drei Terminen auf zwei Kontinenten im Oktober vertreten: Vom 8.-10.10. (Nordic Rail Jönköping/ Schweden), 8. – 11.10. (Traffic 2019 Madrid) sowie vom 21. – 24.10. auf der NPA Show in Orlando/Florida. Weitere Termine für Gladbacher Unternehmen im Oktober: MSV Brno (Starrag, vom 7. Bis 11.10. in Brünn/Tschechien), die Intermob Istanbul (Hueck Rheinische, 12. – 16.10) sowie Vanderlande auf dem BVL Kongress in Berlin vom 23. Bis 25.Oktober.
Nach einem aufregenden Messejahr schließen Groschopp vom 26. bis 28.November (SPS/IPC Drives, Nürnberg) sowie erneut Scheidt & Bachmann vom 9. bis 11.12. mit einem Stand auf der Gulf Traffic 2019 in Dubai die Saison. Keine Zeit zum Ausruhen – bereits wenige Wochen später geht es mit den neuen Messeterminen 2020 praktisch nahtlos weiter!
Auf einen Blick
Die Unternehmerschaft der Metall- und Elektroindustrie zu Mönchengladbach e.V. als regionaler Arbeitgeberverband hat fast 60 Mitgliedsfirmen mit annähernd 13.000 Beschäftigten. Als Arbeitgeberverband kümmert sich die Unternehmerschaft um die arbeits- und sozialrechtliche Beratung und Vertretung der Mitgliedsfirmen, den Abschluss und die Auslegung von Tarifverträgen, die Arbeitszeit- und Entgeltgestaltung, die Öffentlichkeitsarbeit und eben auch um das Ausbildungswesen.
Bereits zum 27. Mal hat die Unternehmerschaft der Metall- und Elektroindustrie (UME) die erfolgreichsten Prüfungsteilnehmer des letzten Jahres und deren Ausbilder zur Bestenehrung in die Räume der Unternehmerschaft geladen. Insgesamt 47 Auszubildende aus acht Unternehmen der Metall- und Elektroindustrie haben in diesem Jahr ihre Ausbildung mit mindestens einer sehr guten Prüfungsnote im theoretischen oder praktischen Teil abgeschlossen. Sie kommen aus den Firmen Robert Bosch Packaging Technology GmbH, Fritz Driescher KG, Wegberg, Dr. Hahn GmbH & Co. KG, Scheidt & Bachmann GmbH, SMS group GmbH, Telefonbau Arthur Schwabe GmbH & Co. KG, Trützschler GmbH & Co. KG und Vanderlande Industries GmbH.
Die Metall- und Elektroindustrie ist Deutschlands größte Lehrwerkstatt. „Unsere Unternehmen bilden in einer Vielzahl von Ausbildungsberufen aus, die interessant, modern und zukunftssicher sind. Das sind hauptsächlich Metallberufe, Metall erzeugende Berufe, Elektroberufe und Berufe der Informations- und Telekommunikationstechnik“, betonte der UME-Vorsitzende Albrecht Driescher in seiner Rede und forderte die Anwesenden gleich auf, sich mit dem erworbenen Ausbildungs- und Wissensstand nicht zufrieden zu geben. „Man kann sich nicht mehr auf dem erworbenen Ausbildungs- und Wissensstand und auf seinen sauer verdienten Lorbeeren ausruhen. Nur die ständige Anpassung an den technischen Fortschritt garantiert den Arbeitsplatz heute und sichert den Arbeitsplatz morgen. Lebenslanges Lernen tut Not.“
Als Geschenk überreichte Driescher den ehemaligen Azubis neben einer Urkunde den „großen Roman der Mathematik“, der anschaulich und unterhaltsam die Geschichte der Mathematik beschreibt.
Gruppenbild mit 29 Azubis aus acht Mitgliedsbetrieben und dem UME-Vorsitzenden Albrecht Driescher (hinten im Bild).
Auf einen Blick
Die Unternehmerschaft der Metall- und Elektroindustrie zu Mönchengladbach e.V. als regionaler Arbeitgeberverband hat fast 60 Mitgliedsfirmen mit annähernd 13.000 Beschäftigten. Als Arbeitgeberverband kümmert sich die Unternehmerschaft um die arbeits- und sozialrechtliche Beratung und Vertretung der Mitgliedsfirmen, den Abschluss und die Auslegung von Tarifverträgen, die Arbeitszeit- und Entgeltgestaltung, die Öffentlichkeitsarbeit und eben auch um das Ausbildungswesen.
Digitale Neuentwicklungen für den asiatischen Markt
Die Zukunft ist digital – auch im Textilmaschinenbau. Auf Asiens bedeutendster Textilmaschinenmesse, der ITMA ASIA / CITME, werden auch die weltweit führenden Textilmaschinenbauer aus Mönchengladbach zahlreiche digitale Neuentwicklungen präsentieren. Für Trützschler und A. Monforts Textilmaschinen ist die am 15. Oktober in Shanghai beginnende Welt-Leitmesse ein Pflichttermin. Wie auch für den übrigen deutschen Textilmaschinenbau ist der asiatische Markt weiterhin mit großen Absatzzahlen attraktiv. Entsprechend groß ist der Aufwand, der zur Präsentation der Anlagen betrieben wird. Rund 100.000 Fachbesucher aus allen Bereichen der globalen Textilindustrie werden erwartet.
Mit neuen Entwicklungen auf dem Gebiet der digitalen Maschinenüberwachung zur Qualitätskontrolle und mit energiesparenden Konzepten zur Denim-Ausrüstung ist Monforts auf einem rund 900 Quadratmeter großen Konzern-Messestand vertreten. „Wir werden unser Flaggschiff, den Spannrahmen MONTEX, mit neuen Detaillösungen für die Reinigung der Abluft präsentieren“, so Prokurist Klaus Heinrichs. Der Trend zu digital kommunizierenden Systemen schreitet unaufhaltsam voran. So zeigt die Monforts-Maschine selbsttätig den Wartungsbedarf an oder weist auf Überlastungen bestimmter elektrischer Komponenten hin. „Das alles trägt dazu bei, die Verfügbarkeit der Anlagen möglichst hoch zu halten und unproduktive Stillstände zu vermeiden“, so Heinrichs. Auch an die Betriebsleiter in den Textilunternehmen hat Monforts gedacht. Diese können nun die Betriebszustände der Monforts-Anlage auf einem Tablet oder auf dem Smartphone aus der Ferne überwachen und müssen nicht in den oft weitläufigen Betrieben zu den Maschinen laufen. Auf dem Denim-Veredlungssektor bietet das Unternehmen brandneue Technik an, die dazu beiträgt, mehr Energie bei der Ausrüstung von Denimstoffen einzusparen. Dabei werden Reck- und Dämpfvorgänge nun in einem Monforts-Modul energiesparend zusammengefasst.
Trützschler: Hohe Flexibilität, deutliche Leistungssteigerung
Trützschler ist in Shanghai mit allen Geschäftsbereichen vertreten und präsentiert auf einem rund 600 Quadratmeter großen Stand unter anderem die neue Regulierstrecke TD 10 mit einer bisher unerreichten Funktionssicherheit und mehr Komfort für Bediener und Spinnereileiter. Das Monitoringsystem T-DATA ermöglicht eine Qualitätsüberwachung in Echtzeit. Des Weiteren zeigt das Unternehmen die hohe Flexibilität der Karde TC 15 mit fünf verschiedenen Bandablagesystemen. Eine ganze Reihe von Einzelmaßnahmen erzielen eine deutliche Leistungssteigerung gegenüber der Vorgängermaschine. Die erfolgreichste Karde in China ist die TC 10, die speziell für den chinesischen Markt entwickelt worden ist und eine traditionelle Arbeitsbreite von einem Meter hat. Karden dienen im Prozess des Spinnens oder bei der Herstellung von Vliesstoffen zur ersten Ausrichtung der losen Textilfasern zu einem Flor oder Vliesstoff. „Auf der ITMA Asia stehen traditionell die Maschinen und Technologien im Mittelpunkt, die für den asiatischen Markt entscheidend sind“, so Trützschler-Marketingleiter Hermann Selker. In Zusammenarbeit mit der japanischen Firma Murata hat Trützschler außerdem eine Bandvorbereitungstechnologie entwickelt, die bei der Verarbeitung von Viskose deutliche wirtschaftliche Vorteile erzielt. Gegenüber dem klassischen Prozess entfallen zwei von drei Passagen. Die Trützschler-Gruppe zählt mit rund 3.000 Mitarbeitern zu den führenden Textilmaschinenherstellern weltweit. An insgesamt acht Standorten werden Maschinen, Anlagen und Zubehör für die Spinnereivorbereitung, die Nonwovens- und Chemiefaserindustrie produziert. Für Produkte aus Mönchengladbach bleiben die Märkte in Vietnam, Bangladesh, Pakistan und die Türkei am wichtigsten. Die größten Märkte sind China und Indien. In beiden Ländern produziert Trützschler vor Ort.