{"id":1326,"date":"2018-04-09T11:26:47","date_gmt":"2018-04-09T09:26:47","guid":{"rendered":"https:\/\/www.ume-mg.de\/?p=1326"},"modified":"2018-04-09T11:26:47","modified_gmt":"2018-04-09T09:26:47","slug":"kessels-pruefwerk-gmbh-co-kg","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.ume-mg.de\/?p=1326","title":{"rendered":"Kessels Pr\u00fcfwerk GmbH &#038; Co. KG"},"content":{"rendered":"<p><strong>Neuer Wasserstoff-Speicher f\u00fcr emissionsfreie Mobilit\u00e4t<\/strong><\/p>\n<p><strong>Die Zukunft der Mobilit\u00e4t liegt jenseits fossiler Brennstoffe. Dazu geh\u00f6ren Elektroautos, aber auch Wasserstoff gewinnt f\u00fcr den Energiemix von morgen zunehmend an Bedeutung. Das Bundesverkehrsministerium hat ein millionenschweres F\u00f6rderprogramm aufgelegt, um Wasserstoffautos in Deutschland massentauglich zu machen.<\/strong> <strong>Die Kessels Pr\u00fcfwerk GmbH hat einen Wasserstoffspeicher entwickelt, der f\u00fcr das Erreichen des von der Bundesregierung ausgegebenen Zieles der Wasserstofftankstellendichte von entscheidender Bedeutung ist.<\/strong><strong> Dar\u00fcber hinaus wurde ein Wasserstoffspeicher f\u00fcr Bustankstellen konstruiert, der auch die Betankung von Bussen f\u00fcr den \u00f6ffentlichen Nahverkehr in naher Zukunft ver\u00e4ndern k\u00f6nnte. Auf der Hannover Messe Ende April wird Kessels diesen Wasserstoffspeicher erstmals der \u00d6ffentlichkeit vorstellen.<\/strong><\/p>\n<p>F\u00fcr Brennstoffzellen-Pkw wurden noch vor Jahren ausschlie\u00dflich Drucktanks aus kohlenstofffaserverst\u00e4rktem Kunststoff mit 200 bis 350 bar verwendet. Neuere Modelle haben Drucktanks mit 700 bar und eine Reichweite von rund 500 Kilometern. Eine einfache Faustformel besagt, dass je mehr Druck im Fahrzeugspeicher vorhanden ist, desto gr\u00f6\u00dfer ist dessen Reichweite. Die Fahrzeugbetankung stellt bei diesen Drucktanks eine besondere Aufgabenstellung dar. Um eine vom Kunden akzeptable Betankungszeit zu realisieren, m\u00fcssen Zwischenspeicher in den Tankstellen eingesetzt werden, die eine h\u00f6here Druckstufe als die im Fahrzeug haben. Die Tankzeiten k\u00f6nnen somit auf das von \u201efossilen Brennstoffen\u201c gewohnte Ma\u00df reduziert werden.<\/p>\n<p>Neben diesem praktischen Zweck ist die Entwicklung eines 1000 bar-Wasserstoffspeichers, der in Wasserstofftankstellen eingesetzt werden kann, f\u00fcr Kessels auch eine Investition in die Zukunft und eine Herausforderung: \u201eDie Sicherheitsanforderungen sind wesentlich h\u00f6her, auch wenn von Wasserstoff grunds\u00e4tzlich keine h\u00f6here Gefahr ausgeht als von anderen fl\u00fcssigen Brennstoffen\u201c, betont Alexander Kessels. \u201eWasserstoff ist weder giftig noch \u00e4tzend, riecht nicht, ist nicht wassergef\u00e4hrdend und weder schwer abbaubar noch krebserregend. Dar\u00fcber hinaus l\u00e4sst sich Wasserstoff theoretisch mit Hilfe zum Beispiel der Windkraft umweltschonend produzieren. Und das macht ihn im Sinne der Nachhaltigkeit so interessant\u201c, f\u00fcgt der Experte hinzu. Der neue Wasserstoffspeicher hat sich in einer Testphase bereits bew\u00e4hrt und kann nun eingesetzt werden.<\/p>\n<p><strong>Kurze Tankzeiten f\u00fcr Busse<\/strong><\/p>\n<p>Der neue Druckbeh\u00e4lter f\u00fcr Pkw-Tankstellen war aber nur der erste Schritt. Darauf aufbauend hat Kessels nun einen Wasserstoffspeicher f\u00fcr Bustankstellen geplant. Weil Busse f\u00fcr ihren Betrieb noch gr\u00f6\u00dfere Tanks brauchen, sind die Anforderungen noch h\u00f6her. Platz ist ausreichend vorhanden: Busse mit Brennstoffzellen haben ihre Wasserstofftanks auf dem Dach! Kessels hat f\u00fcr Bustankstellen aus einem Verbund an Gasflaschen einen 500 bar-Druckspeicher konstruiert, der die f\u00fcr den Stadtverkehr dringend erforderlichen kurzen Tankzeiten bei den Bussen garantieren soll. Die einzelnen Beh\u00e4lter sind hochmoderne Verbundflaschen aus Liner und Wicklungsmaterial.<\/p>\n<p><strong>Europa interessiert sich f\u00fcr die neue Technologie<\/strong><\/p>\n<p>Europaweit ist das Kessels-Engagement der Branche nicht verborgen geblieben. Zuletzt kam eine Anfrage aus Amsterdam, ob diese Technologie nicht auch f\u00fcr Schiffe einsetzbar ist. \u201eGrunds\u00e4tzlich nat\u00fcrlich ja. Neben Schiffen kann Wasserstoff auch in Z\u00fcgen und bei anderen Schwerlastanwendungen eingesetzt werden\u201c, betont Kessels. Der Fachmann ist fest davon \u00fcberzeugt, dass der emissionsfreie Wasserstoff eine Zukunft hat, obwohl die Investitionskosten in entsprechende Fahrzeuge derzeit noch sehr kostenintensiv sind. \u201eAber wenn entsprechende F\u00f6rdermittel zur Verf\u00fcgung stehen und sich ein Investment lohnt, kann diese Technologie massentauglich werden. Eine Brennstoffzelle ist einfach langlebiger als eine Batterie.\u201c<\/p>\n<p><strong>Auf einen Blick<\/strong><\/p>\n<p><em>Das 1933 gegr\u00fcndete Familienunternehmen Kessels besch\u00e4ftigt an f\u00fcnf Standorten rund 150 Mitarbeiter und ist f\u00fcr Kunden in ganz Europa t\u00e4tig. Die Gesch\u00e4ftst\u00e4tigkeit der Kessels Pr\u00fcfwerke umfasst die Bereiche der Pr\u00fcfung von Gasdruckbeh\u00e4ltern jeglicher Art sowie die Pr\u00fcfung und Herstellung von Gasespeichern, Druckgaseb\u00fcndeln und Gastransportfahrzeugen nach eigenen Konstruktionen und Kundenanforderungen.<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Neuer Wasserstoff-Speicher f\u00fcr emissionsfreie Mobilit\u00e4t Die Zukunft der Mobilit\u00e4t liegt jenseits fossiler Brennstoffe. Dazu geh\u00f6ren Elektroautos, aber auch Wasserstoff gewinnt f\u00fcr den Energiemix von morgen zunehmend an Bedeutung. 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