{"id":1000,"date":"2016-06-03T13:39:12","date_gmt":"2016-06-03T11:39:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.ume-mg.de\/?p=1000"},"modified":"2016-06-07T08:19:36","modified_gmt":"2016-06-07T06:19:36","slug":"mitgliederversammlung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.ume-mg.de\/?p=1000","title":{"rendered":"Mitgliederversammlung"},"content":{"rendered":"<p><strong>Mitgliederversammlung<\/strong><\/p>\n<p>Wie tickt die Generation Z?<\/p>\n<p><strong>Die Metallunternehmer blicken zuversichtlich in die Zukunft. Bei der Mitgliederversammlung der Unternehmerschaft der Metall- und Elektroindustrie zu M\u00f6nchengladbach (UME) attestierte der Vorsitzende Albrecht Driescher in seiner Rede eine robuste positive Entwicklung, allerdings w\u00fcrden sich die Unternehmen trotz hervorragender Finanzbedingungen mit Investitionen zur\u00fcckhalten. Als Referent war Prof. Dr. Christian Scholz, Inhaber des Lehrstuhls f\u00fcr Organisation, Personal- und Informationsmanagement der Universit\u00e4t des Saarlandes, zu Gast. Er informierte \u00fcber das, was auf die Unternehmer in Zukunft zukommen wird: die Generation Z.<\/strong><\/p>\n<p>Driescher betonte in seiner Rede, dass die Unternehmen der Metall- und Elektroindustrie weiter investieren und Arbeitspl\u00e4tze schaffen wollen, aber \u201edas geht nicht, wenn uns st\u00e4ndig zus\u00e4tzliche Lasten aufgeb\u00fcrdet werden\u201c. Die \u201eRente ab 63\u201c w\u00fcrde fr\u00fchzeitig wichtige Fachkr\u00e4fte entziehen und die M\u00fctterrente die Arbeitskosten verteuern. Auch das Mindestlohngesetz sei ordnungspolitisch falsch &#8211; vor allen Dingen f\u00fcr eine Branche, die mit einem Stundenlohn von 14,66 Euro und nach Tarifabschluss in K\u00fcrze von 15,07 Euro f\u00fcr die niedrigste Entgeltgruppe ohnehin keine Probleme mit dem Mindestlohn hat. Jedes Verst\u00e4ndnis fehlt Driescher f\u00fcr den Referentenentwurf des Familienministeriums zum Thema Lohngerechtigkeit. Danach darf richtigerweise \u2013 was heutzutage aufgrund des allgemeinen Diskriminierungsgesetzes (AGG), der Rechtsprechung und den Eingruppierungsvorschriften von Tarifvertr\u00e4gen ohnehin bereits verboten ist, f\u00fcr gleiche oder gleichwertige Arbeit wegen des Geschlechts kein unterschiedliches Entgelt bezahlt werden. Laut Entwurf sollen jetzt die Arbeitgeber verpflichtet werden, aufwendige zertifizierte betriebliche Pr\u00fcfverfahren zu installieren und Besch\u00e4ftigten binnen Monatsfrist Auskunft \u00fcber Entgelth\u00f6hen und \u00fcber \u201eKriterien und Verfahren\u201c f\u00fcr die betriebliche Entgeltfestlegung zu erteilen. \u201eAllein dieser b\u00fcrokratische Aufwand w\u00fcrde mittelst\u00e4ndische Unternehmen mit 300 bis 500 Besch\u00e4ftigten bei einer 35-Stunden-Woche mehrere Monate lang besch\u00e4ftigen.\u201c Dass auch die Tarifvertr\u00e4ge \u00fcberpr\u00fcft werden sollen, sei ein v\u00f6llig inakzeptabler Angriff auf die Tarifautonomie, so Driescher.<\/p>\n<p><strong>Generation Z will feste Arbeitszeiten und keine F\u00fchrungsverantwortung <\/strong><\/p>\n<p>Prof. Dr. Christian Scholz zeigte anschlie\u00dfend in seinem Vortrag sehr anschaulich und pr\u00e4gnant auf, worauf sich die Arbeitswelt in Zukunft einstellen m\u00fcsse. Wie tickt die Generation, also jene, die nach 1990 geboren worden sind? Scholz sprach von einem radikalen Wertebruch, denn w\u00e4hrend die Vorg\u00e4ngergeneration Y (zwischen 1980 und 1995 geboren) noch leistungsorientiert agiert und Karriere machen will, trennt die Generation Z Beruf und Privatleben ganz ausdr\u00fccklich. \u201eEine geregelte Pause ist auch eine Pause, in der am besten gar nicht \u00fcber die Arbeit gesprochen wird\u201c, so der Professor. Die Generation Z wolle feste Arbeitszeiten. Flexible Arbeitszeitmodelle w\u00fcrden mit dem Nachwuchs nicht funktionieren. Die \u201eZ-ler\u201c seien gepr\u00e4gt von Katastrophen und gesundheitlichen Problemen, sind wohlbeh\u00fctet und technologiegetrieben. Auch eine Loyalit\u00e4t zum Arbeitgeber sei nicht ausgepr\u00e4gt. Au\u00dferdem sei wenig Interesse da, Verantwortung zu \u00fcbernehmen. Gleichwohl machte Scholz deutlich, dass es f\u00fcr die Personalverantwortlichen in den Unternehmen keinen Grund gebe, angstvoll in die Zukunft zu blicken. Die Generation sei in der Lage, eine Flut von digitalen Informationen zu verarbeiten, sei neugierig und offen und strebe nach einem optimalen Mix aus Arbeitsleben und Freizeit. \u201eKein schlechter Ansatz\u201c, gibt Scholz zu. Die Arbeitgeber m\u00fcssen sich auf eine Generation einstellen, die durchaus einen Leistungswillen mitbringt, aber anders motiviert werden m\u00fcsse. Selbstverwirklichung, Spa\u00df am Beruf und ein gutes Arbeitsklima seien mitunter wichtiger als die H\u00f6he des Gehaltes oder den damit verbundenen Status.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mitgliederversammlung Wie tickt die Generation Z? Die Metallunternehmer blicken zuversichtlich in die Zukunft. Bei der Mitgliederversammlung der Unternehmerschaft der Metall- und Elektroindustrie zu M\u00f6nchengladbach (UME) attestierte der Vorsitzende Albrecht Driescher in seiner Rede eine robuste positive Entwicklung, allerdings w\u00fcrden sich &hellip; <a href=\"https:\/\/www.ume-mg.de\/?p=1000\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-1000","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-presseinformationen"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.ume-mg.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1000","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.ume-mg.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.ume-mg.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.ume-mg.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.ume-mg.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=1000"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.ume-mg.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1000\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1015,"href":"https:\/\/www.ume-mg.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1000\/revisions\/1015"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.ume-mg.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=1000"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.ume-mg.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=1000"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.ume-mg.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=1000"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}